Lokales

Wasserzins wird wohl erhöht

Investitionen in Wasserturm und Leitungsnetz machen sich bemerkbar

Der Holzmadener Bevölkerung steht wohl in Bälde eine Erhöhung des Wasserzinses ins Haus. Der Eigenbetrieb Wasserversorgung braucht Kredite. „Der einzige wirkliche Wermutstropfen, der sich aus der Haushaltsplanung 2009 ergibt“, wie Weilheims Kämmerer Philipp dem Gemeinderat berichtete.

Rudolf stäbler

Holzmaden. Im Jahr 2007 konnten nur knapp 85 000 Kubikmeter Wasser verkauft werden. Bei den Erlösen 2009 kann von keinem höheren Wert ausgegangen werden. Nach der Wasserbezugsmenge 2008 ist zu schließen, dass auch im vergangenen Jahr nicht mehr Wasser verkauft wurde. Im Haushaltsplan 2009 wurden deshalb nach den Worten des Kämmerers wiederum 85 000 Kubikmeter zugrunde gelegt. Das führe zu geringeren Erträgen.

Dabei ist der Aufwand für den laufenden Betrieb nahezu gleich wie 2008 anzusetzen. Aus den Investitionen 2008 zur Sanierung des Wasserturms und den in 2009 und 2010 geplanten Investitionen entstehen aber deutlich höhere Abschreibungen und vor allem zusätzliche Darlehenszinsen, weil fast alle Investitionen nur noch durch Kreditaufnahmen finanziert werden können. Zusammen ergeben sich allein hieraus 2009 zusätzliche Kosten von 7 300 Euro.

Nach den Berechnungen der Weilheimer Kämmerei ist die Folge ein Anwachsen des Jahresverlustes von 6 000 Euro (2008) auf 15 000 Euro im laufenden Jahr. Das bedeutet, dass am Wasserpreis von bisher 1,35 Euro pro Kubikmeter schon 2009 rund 20 Cent zur Kostendeckung fehlen. Noch kann dieser Verlust aus dem Gewinnvortrag von den Aktienerlösen ausgeglichen werden. Im Vermögensplan 2009 ist als größere Investition bisher nur die Erneuerung der elektrischen Anlagen im Wasserturm oder im Hochbehälter mit 60 000 Euro eingeplant. Hierzu wird ein neuer Kredit von 50 000 Euro benötigt.

Die Verlängerung der Wasserleitung in der Dr. Bernhard-Hauff-Straße erfordert weitere 35 000 Euro. Auch diese müssten über Kredite finanziert werden. Der gesamte Kreditbedarf beträgt dann 85 000 Euro.

Da die Investitionen im Wasserturm und im Hochbehälter nach Aussage der Landeswasserversorgung aus Sicherheitsgründen unumgänglich sind, werden die Folgekosten zwangsläufig dazu führen müssen, dass der bisher vergleichsweise sehr niedrige Wasserpreis von 1,35 Euro pro Kubikmeter Zug um Zug in den nächsten Jahren auf voraussichtlich 1,70 bis 1,80 Euro pro Kubikmeter angehoben werden muss.

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