Lokales

Wechsel auf dem Chefsessel

Erich Zeh als Schulleiter der Max-Eyth-Schule verabschiedet und Jochen Schade ins Amt eingesetzt

Im Beisein zahlreicher Gäste wurde Oberstudiendirektor Erich Zeh, bisheriger Leiter der Max-Eyth-Schule in Kirchheim, in den Ruhestand verabschiedet. Nachfolger wird sein langjähriger Stellvertreter Jochen Schade.

Leitende Regierungsschuldirektorin Ellen Andersen mit dem neuen Schulleiter Jochen Schade, seinem Vorgänger Erich Zeh und Landra
Leitende Regierungsschuldirektorin Ellen Andersen mit dem neuen Schulleiter Jochen Schade, seinem Vorgänger Erich Zeh und Landrat Heinz Eininger im Foyer der Max-Eyth-Schule Kirchheim.Foto: Jean-Luc Jacques

Kirchheim. Das Foyer der Max-Eyth-Schule war gut gefüllt: Zahlreiche Kollegen und Mitstreiter Erich Zehs sowie Mitglieder der IHK, der Innungen und der Kreishandwerkerschaft waren gekommen, um den langjährigen Leiter der Max-Eyth-Schule in den Ruhestand zu verabschieden und gleichzeitig seinen Nachfolger Jochen Schade im Amt zu begrüßen. „Als ich vor 14 Jahren an dieser Stelle mein Amt antrat, verwendete ich ein Puzzle als Metapher“, erinnerte sich Erich Zeh. Dessen Teile könnten „einzeln betrachtet zwar schön aussehen, aber wenn sie nicht zueinander passen, leidet das Gesamtbild“. Dass es ihm in seiner Amtszeit gelungen ist, der Max-Eyth-Schule ein stimmiges Profil mit Wiedererkennungswert zu geben, wurde von den Laudatoren anerkennend zum Ausdruck gebracht.

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Die Leitende Regierungsschuldirektorin Ellen Andersen vom Regierungspräsidium Stuttgart bezeichnete die Metalltechnik und die Pädagogik als „wesentliche Elemente“ in Erich Zehs Berufsleben. Zeh hatte seine berufliche Laufbahn im Januar 1978 als Lehrer an der Friedrich-Ebert-Schule in Esslingen begonnen, wurde 1992 Fachberater des Oberschulamts im Fachbereich Metalltechnik und kam im März 1999 als Schulleiter an die Max-Eyth-Schule in Kirchheim. „Seitdem hat er 14 Jahre lang die Geschichte der Max-Eyth-Schule mitgestaltet und das gute Miteinander zwischen allen am Schulwesen Beteiligten wesentlich mitgeprägt“, so Andersen.

Mit der Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand sprach Andersen ihm ihren Dank für seinen Einsatz, seine Leistungen und Ideen und für die gute Zusammenarbeit in seinen 14 Jahren Amtszeit aus. Dass mit Jochen Schade bereits ein würdiger Nachfolger bereitstehe, der Erich Zeh lange Jahre als Stellvertreter unterstützt hat, sei für die Max-Eyth-Schule und alle Beteiligten darüber hinaus „ein echter Glücksfall“, betonte sie.

Landrat Heinz Eininger als Vertreter des Landkreises – und damit des Schulträgers – würdigte Erich Zehs Arbeit und sein Wirken als Schulleiter. Besondere Achtung verdiene Zehs Einsatz bei den Diskussionen um die Schulentwicklungsplanung der vergangenen fünf Jahre, sagte Eininger. „Sie haben unermüdlich mitdiskutiert, mitgerungen und mit Sicherheit auch schlaflose Nächte in diesem Zusammenhang verbracht. Es war immer zu spüren, dass Ihnen die Sache wirklich am Herzen liegt.“ In seiner Amtszeit habe Zeh sich nicht nur für den Erhalt und das Profil der beruflichen Schulen eingesetzt, sondern auch dafür gesorgt, dass an „seiner“ Max-Eyth-Schule eine Ausbildung auf höchstem Niveau stattfinde. Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker bescheinigte dem scheidenden Schulleiter „Mut, Argumentationsfähigkeit und großes Durchhaltevermögen“, wenn es darum gehe, jungen Menschen eine gute Ausbildung zu ermöglichen.

Dass die Max-Eyth-Schule in Kirchheim auch in Zukunft unter Jochen Schade erfolgreich geführt wird, darum machte sich niemand ernsthafte Sorgen. Schade ist bereits seit 1986 an der Max-Eyth-Schule, zunächst als Lehrer für Sport und Physik, später als Abteilungsleiter der Berufsfachschule und des Technischen Gymnasiums. Außerdem war er viele Jahre lang stellvertretender Schulleiter. Landrat Eininger erklärte, Schade kenne aufgrund seiner jahrelangen Tätigkeit bereits „alle Ecken und Kanten“ der Schule. Auch die Oberbürgermeisterin zeigte sich zuversichtlich: „Ich weiß um seinen Einsatz, gerade auch in den Zeiten, als es um die Schulentwicklungsplanung ging. Mir ist auch mit Jochen Schade nicht bange um die Zukunft der Max-Eyth-Schule.“

Der scheidende Schulleiter Erich Zeh betonte in seiner Abschiedsrede, dass der Erfolg „seiner“ Schule nicht das alleinige Verdienst der Schulleitung sei. „Mein Dank gilt dem gesamten Kollegium für die gute Arbeit, die hier geleistet wurde und wird“, betonte Zeh. „Wenn die Schule ein solches Ansehen hat wie es den Anschein macht“, erklärte er augenzwinkernd, „so gebührt nicht mir, sondern Ihnen die Anerkennung dafür.“

Zu seinem Antritt überkam Jochen Schade beim Gedanken an Zehs Verabschiedung ein wenig Wehmut. „Es ist ein Tag, der für mich und die Schule mit einem herben Verlust verbunden ist“, sagte Schade. Erich Zeh habe ihm immer die Möglichkeit gegeben, die Schule mitzugestalten. Darüber hinaus sei auch eine persönliche Freundschaft entstanden. „Ich möchte den eingeschlagenen Weg gemeinsam mit dem Kollegium weiter beschreiten, und die Qualität unserer Einrichtung weiter hochhalten“, erklärte er, und bezog sich dabei auch auf die Worte seines Vorgängers: „Eine Schule ist nicht so gut wie ihr Schulleiter – sie ist so gut wie ihre Mitarbeiter.“

Verabschiedung und Amtseinsetzung wurden von der Band „Syndikat“ begleitet, die zum Teil aus ehemaligen Kollegen Zehs aus seiner Zeit als Lehrer an der Friedrich-Ebert-Schule in Esslingen besteht und von denen manche auch Lehrer an der Max-Eyth-Schule waren. Mit Titeln wie „Time to say Goodbye“, „Georgia on my Mind“ und „Let the good Times roll“ sorgten sie für den würdigen musikalischen Rahmen der Veranstaltung.