Lokales

Weg frei für Aldi und Co.

Weilheimer Aldi-Fans werden sich die Hände reiben: Der Discounter siedelt sich demnächst auch in der Limburgstadt an. Den Weg dafür ebnete der Gemeinderat in jüngster Sitzung mit der Verabschiedung des Bebauungsplans für das Gewerbeareal der früheren Firma Faber & Becker.

ANKE KIRSAMMER

Anzeige

WEILHEIM Wann genau die Türen von Aldi und Minimal der Lebensmittelmarkt sitzt ebenfalls mit im Boot öffnen werden, konnte Bürgermeister Hermann Bauer noch nicht sagen. "Nach der Baugenehmigung wird das Projekt erfahrungsgemäß in einem halben Jahr durchgezogen", so die ungefähre Angabe des Schultes. Eins scheint sicher: So viel Zeit wie vom Planaufstellungsbeschluss im Jahr 2002 bis zur jetzigen Verabschiedung des Bebauungsplans verstrichen ist, wird nicht mehr ins Land gehen, bis auf der derzeitigen Industriebrache die Einkaufswagen rollen werden.

Das Tauziehen zwischen Stadt, Investoren und dem Planungsausschuss des Verbands Region Stuttgart um die endgültige Verkaufsfläche hatte zu der Verzögerung geführt. Auf Vorschlag der Verwaltung setzte der Gemeinderat die Verkaufsfläche in dem Sondergebiet nun auf insgesamt 2 200 Quadratmeter fest und unterzog auch die übrigen Anregungen von Fachbehörden, Grundstückeigentümern sowie Nutzungsinteressenten einer Abwägung. Anfang des Jahres war der Bebauungsplanentwurf für einen Monat zur Einsichtnahme ausgelegt worden.

Den Satzungsbeschluss, den das Gremium bei einer Enthaltung von Friedrich Haberstroh fällte, wertete Bauer als wichtige Entscheidung für die Stadt. Er hofft, dass sich mit der Ansiedlung der Lebensmittelmärkte der hohe Kaufkraftabfluss aus Weilheim ans Umland stoppen lässt. "Wir schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe", sagte der Verwaltungschef. Geschäfte könnten so in der Nähe der Innenstadt gebunden werden und die Industriebrache verschwinde, ohne dass es die Stadt etwas koste. "Den Abbruch zahlt der Käufer", erklärte der Bürgermeister. Zu dem Gesamtpaket, das die Activ-Immobilien GmbH als Investor erwirbt, gehören auch die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude an der Kirchheimer Straße. "Dort sind Dienstleistungsbetriebe zugelassen", sagte Bauer. Versicherte auf die augenzwinkernde Nachfrage von Stadtrat Albrecht Narr aber: "Vergnügungsstätten ausgeschlossen."