Lokales

"Weiber" begeisterten

Mit einem Aktionstag unterstützten Naberner Vereine, Kirchen und andere Gruppen den "Förderverein krebskranker Kinder Tübingen". Originelle Programmpunkte wie zum Beispiel die "Bronnweiler Weiber" und das Gesangsensemble "Stoiadler", die ohne Honorar für den wohltätigen Zweck auftraten, zogen viele Besucher an.

PETER SCHUSTER

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KIRCHHEIM Sämtliche Erlöse, die an diesem Aktionstag erwirtschaftet wurden sei es beim Weißwurstessen des Musikvereins Nabern oder beim parallel angebotenen Mittagessen der Landfrauen kam der Arbeit des "Fördervereins krebskranke Kinder Tübingen" zugute.

Zudem konnten die Besucher an zahlreichen Ständen Produkte wie beispielsweise selbst gemachte Marmelade und Teelichter, aber etwa auch geschmackvolle Holzschachteln kaufen. Auch diese Einnahmen gingen an den Tübinger Förderverein. Der Verein wurde 1983 von Eltern betroffener Kinder und von Mitarbeitern der Kinderklinik in Tübingen gegründet. Er hilft Kindern, die an Krebs erkrankt sind und begleitet deren Eltern und Geschwister während der Erkrankung der Kinder sowie bei der Trauerarbeit.

Der Naberner Ortsvorsteher Nicolas Fink sowie der Organisator des Aktionstags, Manfred Neumann, freuten sich über die begeisternde Teilnahme der Naberner Bürger und die vielen Waren, die an den verschiedenen Ständen angeboten und verkauft wurden. Nicolas Fink ermutigte die Besucher des Aktionstages zudem in seinem Grußwort: "Heute lohnt es sich, Geld auszugeben, da das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden wird."

Im ökumenischen Gottesdienst, dessen Kollekte ebenfalls dem Förderverein gespendet wurde, zeigten Pfarrer Rüdiger Bachteler und Diakon Georg Hug anhand vorgetragener Berichte von an Krebs erkrankten Kindern die seelischen Probleme auf, welche bei den Kindern selbst und bei den Eltern der betroffenen Kinder entstehen können. Umrahmt wurde der Gottesdienst vom Männerchor Bissingen - Nabern und vom Posaunenchor Nabern.

Nach einem Weißwurstessen des Musikvereins Nabern und einem Mittagessen der Landfrauen, das vom Naberner Musikverein mit seiner Blasmusik umrahmt wurde, traten die "Bronnweiler Weiber" auf. Ihr herzlicher, gelegentlich aber auch rauer schwäbischer Humor brachte Stimmung in die volle Gießnauhalle und alle Zuhörer zum Lachen.

Besonders Ortsvorsteher Nicolas Fink war immer wieder Gegenstand ihres Humors. Sie merkten zum Naberner Rathauschef an, wie man "als so jonger Kerle au Schultes in Nabern sei ka, und des au no als Reigschmeckter", der "aschtrein nach d'r Tinte schwätzt." Den Grund lieferten sie dann auch gleich selbst nach. Es läge eben daran, dass die "Naberner halt net hoikel send."

Das weitere umfangreiche Programm des Nachmittags, den die "Stoiadler" ein hervorragendes Gesangsensemble sowie andere Gruppen und Chöre gestalteten, machten den Aktionstag für die krebskranken Kinder zu einem vollen Erfolg.