Lokales

Weilheim erhöht Eintrittspreise

Nach wie vor günstiger als viele vergleichbare Bäder – Einführung einer Abendkarte

Auch wenn sich die Pforten des Weilheimer Freibads erst in einigen Wochen öffnen werden: Die Saison warf zumindest im Gemeinderat bereits ihre Schatten voraus. Gemäß dem Beschluss des Ratsgremiums, müssen Wasserratten für den Badespaß etwas tiefer in die Tasche greifen.

Anzeige

Anke Kirsammer

Weilheim. „Auch nach der Anpassung haben wir mit die günstigsten Eintrittspreise in der Region“, betonte Weilheims Bürgermeister Johannes Züfle. Seit 2003 sind die Tarife im Weilheimer Bad am Scholderplatz unverändert. In der kommenden Saison nun müssen die Schwimmer beispielsweise für eine Einzelkarte 2,70 Euro berappen. Seither kostete das Badevergnügen lediglich 2,20 Euro. Jugendliche bezahlen 1,50 statt bisher 1,10 Euro. Eine Saisonkarte für Erwachsene schlägt sieben Euro auf und kostet künftig 35, eine Familienkarte statt 58 Euro 65.

„Je nach der Anzahl der Besucher kalkulieren wir mit Mehreinnahmen in Höhe von 8 000 Euro“, sagte Züfle. Im vergangenen Jahr spülten die Eintrittsgelder 38 600 Euro in die Stadtkasse. Der Kostendeckungsgrad lag damit bei 16,5 Prozent. Je nach Besucherzahl bewegt sich das Defizit des Freibads zwischen 190 000 und 280 000 Euro. Durch die jetzige durchschnittliche Erhöhung um 20 Prozent sollen die Eintrittspreise 19 Prozent der Kosten decken.

Aus sozialen Gründen plädierte die Verwaltung dafür, Saisonkarten für Familien und Alleinerziehende in geringerem Maße zu erhöhen. Familien zahlen künftig 65 statt bisher 58 Euro, Alleinerziehende müssen mit 40 Euro lediglich einen Euro mehr für eine Dauerkarte hinlegen als in den vergangenen Jahren. Wie bisher sind das dritte und jedes weitere Kind frei, wenn für zwei Kinder eine Saisonkarte gekauft wurde.

Die Einführung einer ab 17 Uhr geltenden Abendkarte veranlasste Stadtrat Albrecht Narr dazu, auch über eine Frühkarte für Schwimmer nachzudenken, die lediglich ihre Bahnen ziehen und direkt im Anschluss wieder den Heimweg antreten. „Wie sollen wir kontrollieren, dass jemand das Bad sofort wieder verlässt“, gab Züfle zu bedenken und schob flapsig hinterher: „Wir können ja auch noch eine Mittagspausenkarte einführen.“

Einmütig votierte der Gemeinderat für den Beschlussvorschlag der Verwaltung und stimmte den neuen Eintrittspreisen zu.