Lokales

Weilheimer Stadtwald ohne Rendite

WEILHEIM Konnten die Forstleute in früheren Jahren dem Gemeinderat die Zustimmung zum jährlichen Betriebsplan immer mit Aussichten auf einen stattlichen Erlös aus dem Holzverkauf, der auch die sonstigen Kosten deckt, versüßen, müssen sie seit wenigen Jahren meist negative Botschaften verkünden.

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So weist der von Revierförster König für den Weilheimer Stadtwald vorgestellte Betriebsplan 2005 einen voraussichtlichen Zuschussbedarf mit 24 150 Euro aus. Zurückzuführen ist die fehlende Rendite auf die Folgen des Sturmereignisses Lothar und die Borkenkäferplage. Dadurch ist immer noch sehr viel Holz am Markt und dies drückt stark auf die Preise. Zu kämpfen haben die Förster und Waldarbeiter aber auch mit den Schäden der trockenen Sommer vergangener Jahre. Das Überangebot an Holz hat in Weilheim schon vor zwei Jahren zu einer Reduzierung des jährlichen Holzeinschlags um mehr als ein Drittel geführt.

Um die Waldbestände nachhaltig zu bewirtschaften wurden von der Forstverwaltung eine Reihe von Kulturarbeiten vorgeschlagen. Sie hätten im Jahr 2005 zu einem Defizit im Stadtwald von 51 000 Euro geführt. Bürgermeister Bauer hat zusammen mit Revierförster König die Kulturarbeiten auf das Allernotwendigste beschränkt und es wird 2005 auf Neupflanzungen verzichtet. Nur so konnte der Zuschussbedarf gedrückt werden. Der Gemeinderat hat diesem abgemagerten Betriebsplan zugestimmt.

hn