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WeitreichendeKonfliktfelder

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Zum Leserbrief "Unwürdiges Schauspiel", im Teckboten vom 9. Dezember:

Unterstellt man die Richtigkeit des geschilderten Sachverhalts, dann ergeben sich aus dem Verhalten der Betreiber des Discostadl weitreichende gesamtgesellschaftliche Konfliktfelder, die sich nicht nur auf die Verweigerung des Einlasses von Ali beschränken lassen. Es zeigt sich eine ausländerfeindliche Gesinnung der übelsten Art. Gerade wir Deutschen sollten in Zeiten wirtschaftlicher Krisen mit diesem Thema sensibler umgehen.

Die Integration ausländischer Mitbürger, die immer wieder von politisch Verantwortlichen propagiert wird, lässt sich so nicht erreichen. Was würde ein Deutscher umgekehrt im Ausland über sein Gastland denken, wenn man ihm den Zutritt in eine Diskothek nur wegen seiner Herkunft oder seines Aussehens verweigern würde? Auch möchte ich als Kirchheimer Bürger nicht, dass durch solche unverantwortlichen Verhaltensweisen unser beschauliches Kirchheim in den Ruf kommt, eine Brutstätte der Ausländerfeindlichkeit zu sein.

Hier erwarte ich auch von den Verantwortlichen der Stadtverwaltung allen voran Frau Oberbürgermeisterin Matt-Heidecker als gewählte Vertreterin aller Kirchheimer Bürger dass dies nicht toleriert und einfach stillschweigend hingenommen wird.

Ohne die Betreiber des Discostadl persönlich zu kennen, ist sicher die Frage zu stellen, ob sie über die erforderliche charakterliche Eignung zum Führen eines Gewerbebetriebs nach der Gewerbeordnung verfügen. Auch bleibt abzuwarten, ob und wie der polizeiliche Staatsschutz auf solche Sachverhalte reagiert. Dieser praktizierte Rassismus der verantwortlichen Discothekenbetreiber birgt für uns ungemein viel Zündstoff und Gefahren.

Wolfgang Walz

Kirchheim, Dachsweg

Verständnis und Rücksicht

Zum Artikel "Panikmache ist fehl am Platz" vom 24. November:

Natürlich war ich erleichtert, dass Hundekot für Rinder nun doch nicht so gefährlich sein soll, wie in letzter Zeit bekannt wurde. Als ich allerdings von der Androhung Unbekannter las, Giftanschläge auf frei laufende Hunde zu verüben, konnte ich dies als ein letztes, wenn auch nicht unbedingt richtiges Mittel verstehen. Es wird schon lange darüber geredet, dass Hundekot nichts im Viehfutter, das heißt Gras, Heu und Öhmd zu suchen hat, nur ist bisher leider keinerlei Reaktion darauf zu bemerken.

Den Landwirten beziehungsweise Tierhaltern werden genügend Einschränkungen auferlegt, um dem Naturschutz, der Bevölkerung und so weiter gerecht zu werden und da ist es absolut verständlich, wenn sie nicht auch noch weiter bereit sind, den Verlust des Futters und die zusätzliche Arbeit, dieses zu entsorgen, hinzunehmen. Mit Verständnis und Rücksichtnahme von beiden Seiten müsste aber doch eine Lösung machbar sein, wie sie Dr. Stehle, Leiter des Veterinäramtes im Landkreis Esslingen, vorschlägt.

Katja Köble

Lenningen, Teckstraße

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