Lokales

Weltethos und Weltreligionen

Zum Thema "Weltethos und Weltreligionen im Zeitalter der Globalisierung" spricht Professor Dr. Karl-Josef Kuschel am Montag, 25. Februar, um 19.30 Uhr in der Kirchheimer Martinskirche.

KIRCHHEIM Der Referent ist Professor an der Universität Tübingen und Vizepräsident der Stiftung Weltethos. Zu der Veranstaltung laden der Rotary-Club und die Gesamtkirchengemeinde ein.

Anzeige

An dem Abend in der Kirchheimer Martinskirche widmet sich Karl-Josef Kuschel dem Thema "Weltethos und Weltreligionen im Zeitalter der Globalisierung". In einer Weltgesellschaft spielen die Religionen der Welt bei der Suche nach transkulturellen Lösungswegen angesichts globaler Herausforderungen eine entscheidende Rolle. Sie habe positiv wie negativ Einfluss auf Massen von Menschen in vielen Kontinenten.

Karl-Josef Kuschel vertritt den Standpunkt, dass die Ambivalenz ökonomischer Globalisierung nur dann aufgefangen werden kann und die Lebensbedingungen und -chancen weltweit nur dann verbessert werden können, wenn Folgendes geschieht: Die Hindernisse, die durch die Religionen miterzeugt sind, müssen stärker interreligiös aufgearbeitet werden. Zudem gilt es, die spirituellen und weisheitlichen Ressourcen aus den religiösen Traditionen der Menschheit konstruktiv zu aktivieren. Eine besondere Bedeutung hat dabei laut Kuschel die Besinnung auf ein von allen Religionen getragene Ethos, also ein Menschheits- oder Weltethos.

Karl-Josef Kuschel wurde 1948 in Oberhausen im Rheinland geboren und studierte Germanistik und katholische Theologie an den Universitäten von Bochum und Tübingen. Er promovierte 1977 und habilitierte sich im Jahr 1989. Seit 1995 ist er Professor an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen und Vizepräsident der Stiftung Weltethos. Er arbeitet seit 20 Jahren mit Professor Hans Küng zusammen. Die beiden Professoren haben zahlreiche gemeinsame Arbeiten verfasst, insbesondere zum Thema Weltethos.

Veranstalter des Vortrags ist der Rotary-Club Kirchheim-Nürtingen in Zusammenarbeit mit der evangelischen Gesamtkirchengemeinde. Die Besucher des Vortrags werden um Spenden gebeten. Sie kommen dem Kirchheimer Verein zur Förderung der interkulturellen Zusammenarbeit (K.i.Z.) und der MartinskircheStiftung zu Gute.

pm