Lokales

Weniger Fahrzeuge weniger Fans

Es sollte so richtig rattern und knattern am Wochenende im Freilichtmuseum des Landkreises Esslingen in Beuren, doch die Geräuschkulisse hielt sich arg in Grenzen. Das Wetter machte dem 9. Oldtimertreffen schon einen gehörigen Strich durch die Rechnung.

RUDOLF STÄBLER

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BEUREN Schon einigermaßen zäh verlief der Start am Samstag, 13 Uhr. Nur einige der angekündigten Fahrzeuge nahmen bei grauen Wolken und Regen ihren vorgegebenen Standplatz ein, die langsam eintreffenden Zuschauer waren auch nicht gerade bestens gelaunt und die Bedienungen im Biergarten waren mehr damit beschäftigt Tische und Bänke von den Regentropfen zu befreien, als hungrige oder durstige Gäste zu bedienen. Da passte noch ins Bild, dass die Firma Porsche ihre geplante Sonderausstellung mit den Typen 356, 550 und 911 erst gar nicht beschickte. Dies war allerdings nicht dem Wetter, sondern der Krankheit eines Mitarbeiters zuzuschreiben.

Trotz der schlechten äußeren Bedingungen waren bei dem auch über die Landesgrenzen hinweg bekannten Treffen auf dem Museumsgelände doch noch eine Vielzahl von voll funktionsfähigen und zum Straßenverkehr zugelassenen Oldtimer zu sehen. Schlepper, Traktoren, Autos und Motorräder bis einschließlich Baujahr 1969 und älter waren zu sehen. Dies allerdings in weit geringerer Zahl als bei den bisherigen Oldtimertreffen. Zur Mehrteilnahme half auch das Versprechen der Veranstalter nichts, dass Anreisende mit einem Oldtimer freien Eintritt haben und am Samstag ein Freigetränk und am Sonntag eine kostenlose Mahlzeit erhalten.

So hatte am Samstag auch die Steinbrechmaschine von 1918 ihre Anlaufschwierigkeiten. Gewaltige Rauchwolken quollen aus dem "Kamin" des Vehikels, knallende Geräusche machten auf die Aktion aufmerksam, allein so richtig rund wollte sie zunächst nicht laufen. Den Geruch, den sie dabei verbreitete, der war allerdings "beeindruckend". Unnachahmlich natürlich auch der Sound der alten Traktoren. Das Geräusch zog Väter und Söhne gleichermaßen an, während sich die Muttis schon eher an den chromglänzenden Personenwagen erfreuten. "Des isch a Wägele", war nicht nur einmal zu hören.

Einige ganz harte Zeitgenossen fuhren nicht gerade mit dem glücklichsten Gesicht im offenen Unimog oder mit dem Traktor ins Museum ein und auch den wenigen Motorradfahrern behagte das Wetter am Rande der Alb nicht besonders.