Lokales

Werbetrommel für „Kronegarten“

Interesse an Baugebiet in Bissingen hält sich bislang in Grenzen

Die Entscheidung im Bissinger Ratsrund war sibyllinisch: Die Gemeinde will ihre drei Bauplätze für Bissinger Bürger im „Kronegarten“ vor den Sommerferien nochmals im Mitteilungsblatt ausschreiben.

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Richard Umstadt

Bissingen. Gleichzeitig kündigte das Gremium an, dass die Grundstücke im „Kronengarten“ bei mangelndem Interesse der Ortsansässigen ab Oktober auch Auswärtigen ganz oder teilweise zur Verfügung stehen.

Der Hintergrund ist folgender: Die Gemeinde erschloss unter dem Druck von Interessenten aus der Bissinger Bevölkerung das Baugebiet „Kronegarten“ mit acht Bauplätzen, wovon die Hälfte ein privater Investor übernahm. Bis jetzt allerdings konnte die Verwaltung lediglich ein Grundstück verkaufen. Sie ist aber auf den Erlös der anderen Bauplätze angewiesen, da das Geld bereits im Haushalt 2009 und 2010 eingestellt wurde. „Wir können sonst bestimmte Dinge nicht verwirklichen“, sagte Gemeinderat Rainer Merkle, der außerdem keine Käseglocke über Bissingen gestülpt wissen wollte. Hingegen hielt es Ulrich Hoyler für verfrüht, „sich jetzt schon zu öffnen“ und Gaby Goebel warnte vor dem Ausverkauf der Bauplätze, „sonst brauchen wir zu schnell ein neues Baugebiet“, wobei auch Uli Berger die Gefahr des weiteren Flächenverbrauchs sah. Rolf-Rüdiger Most schloss sich dem Kompromissvorschlag Bergers an, einen Platz für auswärtige Interessenten zu öffnen und damit den Bissingern ein entsprechendes Signal zu geben.