Lokales

"Werden nicht überrannt"

Die gemeindeeigenen Bauplätze in Hochwang werden alle ausgeschrieben. Dies beschloss der Lenninger Gemeinderat während seiner jüngsten Sitzung.

IRIS HÄFNER

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LENNINGEN "Wir bekommen immer wieder Anfragen. Ich möchte nicht, dass wir Hochwanger verlieren, nur weil wir unsere Bauplätze nicht zum Verkauf freigeben", plädierte Lenningens Bürgermeister Schlecht für die Ausschreibung der 25 Plätze. Es gehe nicht um den Ausverkauf der Bauflächen sondern darum, dass "irgendwann einmal die Zukunft nicht mehr da ist", befürchtet der Schultes. Schopfloch zeige deutlich, dass der Ortsteil nicht überrannt werde von Interessenten.

Kurt Hiller sprach sich gegen diese Vorgehensweise aus. Er befürchtet, dass die "Sahnestückchen" zwar Käufer finden, die anderen Grundstücke jedoch bis auf weiteres brach liegen werden. "Ich sehe das anders. Wenn Interessenten da sind, sollten wir die Grundstücke anbieten", sagte Georg Zwingmann. Für die Öffnung ist auch Karl Sigel. "Bevor Lenninger in Nachbargemeinden abwandern, sollten wir schon allein im Hinblick auf Kindergarten und Schule die Freigabe anstreben", sagte er. Gleicher Ansicht ist Dieter Beuttel.

Doch auch dieses Argument ließ Kurt Hiller nicht gelten. "Ich kenne keinen Hochwanger, der weggezogen ist. Viele junge Familien wohnen in umgebauten Häusern, weil die Vorbesitzer nicht mehr leben. Innerhalb kürzester Zeit sind solche Häuser verkauft, weil die meisten jungen Menschen sich nur solche Immobilien leisten können", erklärte er.

Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung stimmte die klare Mehrheit des Gemeinderats für die Ausschreibung von gemeindeeigenen Bauplätzen in Hochwang.