Lokales

Werte im Wasser sinken leicht

Der Nitratgehalt der für die öffentliche Wasserversorgung verwendeten Quellen und Brunnen liegt landesweit vielfach immer noch in der Nähe des Grenzwertes von 50 mg Nitrat pro Liter Wasser. Die Schutzgebiets- und Ausgleichsverordnung (SchALVO) des Landes soll erreichen, dass die hohen Werte wirksam abgesenkt werden.

KREIS ESSLINGN Nach dieser Verordnung sind die Vorgaben für die Landwirte in den einzelnen Wasserschutzgebieten umso schärfer, je höher in den letzten Jahren festgestellte Nitratwerte sind. Die schärfsten Regelungen gelten in so genannten Nitrat-Sanierungsgebieten. Wasserschutzgebiete können als Sanierungsgebiete eingestuft werden, wenn in den jeweiligen Brunnen und Quellen der Nitratwert über 40 Milligramm pro Liter liegt und der Trend steigt. Bei Nitratwerten über 25 Milligramm pro Liter ist bei steigendem Trend ein Schutzgebiet als Problemgebiet auszuweisen.

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Die Ausweisung wird jährlich überprüft. Für die betrieblichen Mehraufwendungen und Ertragseinbußen erhalten die Landwirte in Problem- und Sanierungsgebieten Ausgleichszahlungen. Die Regelungen sind in der so genannten SchALVO, der Schutzgebiets- und Ausgleichsverordnung aus dem Jahr 2001 verankert.

Von etwa 40 Wasserschutzgebieten im Kreis Esslingen werden im Jahr 2006 nur noch vier als Nitrat-Problemgebiet eingestuft. "Die sinkenden Nitratwerte sind ermutigend. Andererseits hat das Landwirtschaftsamt im Boden in diesem Jahr hohe Nitratgehalte festgestellt. Dies lässt befürchten, dass es im Winter erhebliche Nährstoffauswaschungen gibt", sagt Dr. Reinhold Klaiber, Leiter des Landwirtschaftsamtes des Landkreises Esslingen. Eine Verringerung der Nitratauswaschung kann durch gezieltes Düngen, erfolgreiche Herbstbegrünungen und durch ein weniger intensives Bearbeiten der Böden erreicht werden.

Wie jedes Jahr wurden die betroffenen Landwirte bereits am 14. Dezember in einer Veranstaltung über Nitratwerte im Boden und im Wasser und über die für 2006 zu erwartenden Einstufungen informiert.

Im Verbreitungsgebiet des Teckboten bleibt das Wasserschutzgebiet Goldmorgen in Dettingen Nitrat-Problemgebiet.

la