Lokales

"Wetten, dass . . ?"

Zum Höhepunkt und Ende der bundesweit veranstalteten "Fairen Woche" rühren der Kirchheimer Weltladen zusammen mit dem Gemeinderat und Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heeidecker heute ganz besonders intensiv die Werbetrommel für fair gehandelten Kaffee.

KIRCHHEIM Das "Forum Fairer Handel" ein Zusammenschluss aller im fairen Handel tätigen Organisationen veranstaltet diese "Faire Woche" nun schon zum dritten Mal. Bundesweit finden über 1 000 Aktionen statt, die zum Kauf fair gehandelter Produkte anregen sollen.

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Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt die "Faire Woche", deren Höhepunkt in Kirchheim die Einlösung einer Wette darstellt, die der Kirchheimer Weltladen in der Dettinger Straße mit Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker und dem Kirchheimer Gemeinderat geschlossen hat.

Gewettet wird, dass es dem Kirchheimer Gemeinderat nicht gelingen wird, heute auf dem Kirchheimer Wochenmarkt und in der näheren Umgebung innerhalb von zwei Stunden so viele Pfunde und Kilos fair gehandelten Kaffee zu verkaufen, wie die geroß gewachsene Kirchheimer Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker auf die Waage bringt.

Um 10 Uhr wird sie daher vor dem Kirchheimer Rathaus mit entsprechend vielech Päckchen fair gehandelten Kaffees aufgewogen. Im Anschluss daran haben die Mitglieder des Gemeinderates zwei Stunden Zeit, diese Päckchen als fliegende Händler auf dem Wochenmarkt, in der Innenstadt und auch in der näheren Umgebung unter die Leute zu bringen. Unterstützt werden die ehrenamtlichen Kaffeeverkäufer durch die Mitglieder der Gruppe "Sambanda" aus Nürtingen, die im wahrsten Sinne des Wortes die Kundschaft vor dem Rathaus zusammentrommeln wird.

Egal wie die Wette auch ausgehen wird, die Gewinner stehen schon vor Beginn der originellen Aktion fest: es sind die Kirchheimer Schulen. Die Verlierer der Wette mssen nämlich allen Kirchheimer Schulen je einen Fußball der Initiative "Fair Play Fair Life" spendieren. Diese Initiative wendet sich insbesondere an Jugendliche, um sie in Schulen und Vereinen auf die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen aufmerksam zu machen, unter denen Fußbälle in Ländern der Dritten Welt produziert werden.

Mit ihrer Wette wollen der Eine Welt Verein, der Kirchheimer Weltladen in der Dettinger Straße und die Mitglieder des Kirchheimer Gemeinderats die Verbraucher auf die Bedeutung des Fairen Handels für die Produzenten in den armen Ländern aufmerksam machen. Der Verfall der Weltmarktpreise in den letzten Jahren hat es gerade bei Kaffee für Kleinbauernfamilien immer schwieriger gemacht, im konventionellen Handel auch nur die Produktionskosten zu erwirtschaften. Dagegen garantiert der Faire Handel einen Preis, der mehr als doppelt so hoch wie der derzeitige Weltmarktpreis ist. Zudem bietet die Organisationen des Fairen Handels den Bauernfamilien mit langfristigen Handelsbeziehungen eine verlässliche Planungsgrundlage und unterstützt sie bei der Umstellung ihrer Produktionsmethoden.

pm