Lokales

Wider das Vergessen

Kreis fördert Erfassung von Kleindenkmälern

Seit 2001 kümmern sich ehrenamtliche Gruppen um die Erfassung von Kleindenkmälern im Land. Auf regionaler Ebene wird sie der Landkreis Esslingen zwei Jahre lang inhaltlich, organisatorisch und finanziell unterstützen.

Tobias Flegel

Esslingen. Viele Wegkreuze, Brunnen, Gedenksteine und andere Kleindenkmäler im Kreis verschwinden allmählich unter dem Wuchs der Natur. Um sie auch vor dem Mantel des Vergessens zu bewahren, haben der Schwäbische Heimatbund, der Schwäbische Albverein, der Schwarzwaldverein und das Landesamt für Denkmalpflege im Jahr 2001 ein landesweites Projekt ins Leben gerufen. Ziel ist, die Objekte zu erfassen sowie deren Lage, Zustand und Bedeutung zu dokumentieren.

In seiner jüngsten Sitzung hat der Kultur- und Schulausschuss beschlossen, die Rettung der Kleindenkmäler im Kreis ab 2009 zwei Jahre lang mit einer Summe von 10 000 Euro zu unterstützen. „Wir wollen die Chance nutzen, die uns das bürgerschaftliche Engagement bietet“, sagte Landrat Heinz Eininger vor der Entscheidung. Sein Appell traf bei den Vertretern der Fraktionen auf offene Ohren, die den Vorschlag geschlossen verabschiedeten.

Nach dem Konzept sind ehrenamtliche Mitarbeiter in den Gemeinden für die Erfassung und Dokumentation der Kleindenkmäler verantwortlich. Ihre Ergebnisse wird eine Leitstelle beim Landesamt für Denkmalpflege sammeln und überarbeiten. Diese ist auch für die Schulung der freiwilligen Helfer zuständig. Der Zuschuss des Landkreises fließt in die Auslagen der freiwilligen Helfer sowie in die elektronische Erfassung der Daten und die Betreuung des Projekts. Darüber hinaus ist geplant, die Ergebnisse 2011 oder 2012 zu veröffentlichen. Die Publikation wird vermutlich auch die Frage des Landrats an die Kreisräte beantworten, wo die Ruine Hahnenkamm – siehe unsere Weilheim-Beilage – liegt.

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