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Wie in einerPinguinkolonie Zum ...

Wie in einerPinguinkolonie

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Zum Architektenwettbewerb zum Neubau der Kircheimer Freihof-Realschule:Als ehemaliger Mittelschüler, geboren in Kirchheim, verfolge ich sehr interessiert die Vorbereitungen zum Neubau meiner alten Schule. Eine Neugier, die auch in meinem früheren Beruf wurzelt.

So fällt mir der erste Preis als nicht besonders gelungen auf. Der neu hinzukommende Trakt scheint, samt der "Kaaba", wie beziehungslos reingeschmissen in den früheren Pausenhof. Man stelle sich den GAU (Größte Allgemeine Unterrichtspause) vor, bei der etwa 1200 (!) Schüler die Kleinst-Pausenhöflein beleben würden: Wie in einer Pinguinkolonie würden sie eng stehen müssen, von wegen der gewünschten körperlichen Betätigung zur Behebung der Sitzstarre. Von spielen könnte keine Rede sein.

Schon diese Punkte allein disqualifizieren den ersten Preis. Dabei sind mehrere ansprechendere und schönere Entwürfe dabei. Es bleibt zu hoffen, dass bei der Realisierung dieser Großschule die jetzt favorisierte Lösung nicht zum Einsatz kommt. Dieter G. Schwämmle Messelbergstraße, Uhingen

Christliche Botschaft isteine persönliche Botschaft

Zum Vortrag von Kirchentagspräsident Dr. Höppner in der Kirchheimer Martinskirche: Zu Herrn Höppners Aussage, er glaube der oft zitierten These nicht, dass die christliche Botschaft vor allem etwas für den privaten Bereich sei, möchte ich folgende Stellungnahme abgeben: Natürlich spricht die Bibel auch von Gemeinwohl und sozialem Handeln und ist ein Ratgeber für die Politik, aber die christliche Botschaft ist in erster Linie sehr wohl eine private Angelegenheit, die gleichwohl allen Menschen gilt. Nämlich in der wichtigsten Aussage der Bibel überhaupt, dass der Glaube an den für unsere Sünden gekreuzigten Jesus Christus persönlich angenommen und begriffen sein will. Derjenige, der dieses kostenlose Angebot für sich in Anspruch nimmt, ist im Sinne der Bibel gerettet und ist Teil des weltweiten Leibes Christi in der Gemeinschaft mit allen, die an den Dreieinigen Gott glauben. Somit darf er sich auf die Wiederkunft Jesu freuen, in der er die Seinen zu sich holt und eine neue Erde und einen neuen Himmel gründen wird, in der Gerechtigkeit wohnt, so wie er es in seinem prophetischen Wort, etwa im Buch der Offenbarung ab Kapitel 21, beschrieben hat. Albrecht Pflüger Gottlieb-Stoll-Straße, Neidlingen

Leistungs-Segelflug ohneMotorflug gibt es nicht

Als Hahnweide-Nutzer erstaunt mich das Fachwissen in der Bevölkerung. Erschreckend ist die Polemik "Furcht vor mehr Geschäftsfliegern". Auf der Hahnweide ist noch kein Geschäftsflieger gelandet und wird es auch auf einem Landeplatz mit den gleichen gesetzlichen Auflagen nicht tun, die genau das bereits seit langem verhindern. Verfasser mit einem Minimum an Fachwissen hätten zur Versachlichung beitragen können. Vorgezogen wurde blumige Polemik zur Verunsicherung der Bevölkerung, die an den Wochenenden in Scharen zur Hahnweide strömt.

Leistungs-Segelflug ohne Motorflug gibt es nicht, weil nur der Schleppflug in der Lage ist, Überland-Segelflieger dorthin zu schleppen, wo sich die notwendige Thermik entwickelt. Thermische Aufwinde entstehen in unserer Region vorzugsweise über dem Tiefenbachtal, wo auch unsere Schleppstrecken enden, die im Übrigen per GPS-Aufzeichnung in unseren Schleppflugzeugen kontrolliert werden und jederzeit einsehbar sind. Natürlich ballen sich die Motorschlepps an heißen Wochenenden in einem bestimmten Zeitfenster. Der Thermikbeginn lockt besonders Überland-Segelflieger nach oft stundenlangen Wartezeiten am Boden zu einem plötzlichen Thermikeinstieg. Nicht selten warten zwanzig oder dreißig Segelflieger nervös auf ihren Schlepp, um ihren Thermikeinstieg nicht zu verpassen. Dann wird im Minutentakt geflogen. Dass sich die Piloten nicht an die vorgegebenen Schleppstrecken halten, ist falsch. Die unter Rücksichtnahme auf die umliegenden Gemeinden ausgearbeiteten Schleppstrecken werden präzise eingehalten und mit GPS-Genauigkeiten von zehn Metern dokumentiert. Während der Schlepps fliegen wir Motor-Piloten schon wegen unserer doppelten Verantwortung für uns selbst und für die angehängten Segelflieger voll konzentriert und haben so kaum einen Blick für unsere schöne Gegend übrig. Dies scheint den Verfassern polemischer Aussagen entgangen zu sein. Flugzeugschlepps sind nicht vergleichbar mit beschaulichen Wanderungen zu Fuß, per Fahrrad oder motorisiert.

Peter Wallawitz,

Rechbergweg, Weilheim

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