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Wie verstecke ich einenWeihnachtsmarkt?Während ...

Wie verstecke ich einenWeihnachtsmarkt?Während rund um Kirchheim die Weihnachtsmärkte Jahr für Jahr an Attraktivität gewinnen, scheint in Kirchheim das Motto vorzuherrschen: "Einfacher ist schöner" oder "Wie verstecke ich einen Weihnachtsmarkt?" oder "Wie verleide ich meinen Bürgern den eigenen Weihnachtsmarkt".

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Oder wie sonst soll ich das Bild beschreiben, das mich beim Besuch des Kirchheimer Weihnachtsmarktes erschreckt hat? Die im engen Karree stehenden Häuschen sind zwar alle schön weihnachtlich geschmückt, und mit Sicherheit hat jeder einzelne Standinhaber sich große Mühe gemacht, dem Weihnachtsmarkt etwas weihnachtliche Atmosphäre zu geben, doch die auf den Marktplatz gequetschten Holzhäuschen strahlen eher den Charme einer in der Ecke stehenden Sardinenbüchse aus. Zu eng, zu unübersichtlich, zu kalt (und ich meine hier nicht die Lufttemperatur).

Natürlich gefällt mir Kunsthandwerk, auch Schmuck gefällt mir gut. Aber sind insgesamt zehn Stände, die Schmuck verkaufen, nicht etwas übertrieben? Wobei sieben davon ausschließlich Schmuck verkaufen. Mein Appell an die Verantwortlichen: Bitte, bitte etwas mehr Vielfalt. Oder sollte es tatsächlich so sein, dass Anbieter von anderen Waren mit weihnachtlichem Bezug gar nicht auf den Markt wollten? Vielleicht wegen der oben beschriebenen "Stimmung"?

Ach, wie weine ich der Zeit nach, in der ich mit leuchtenden Augen und frohen Herzens rund um Kornhaus und Martinskirchplatz unterwegs war. Jede "Bude" hatte ihren eigenen Charakter und die Atmosphäre war wirklich weihnachtlich.

Wer heute einen schönen Weihnachtsmarkt besuchen will, muss übrigens gar nicht weit fahren: Ich empfehle einen Besuch des Nürtinger Marktes rund um die alte Stadtkirche. Jürgen Wannenwetsch Kirchheimer Straße, Lenningen

Die Belastungsgrenzen sind längst erreicht

Zum Artikel "Entscheidung braucht solide Basis", im Teckboten vom 8. Dezember:Schade zu einem klaren Nein gegen die zweite Startbahn und gegen eine weitere Aufweichung des Nachtflugverbots fehlt dem Kirchheimer CDU-Landtagsabgeordneten Karl Zimmermann offensichtlich der Mut. Im Landtag stimmt er gegen einen Antrag der SPD und der Grünen, der mit einem klaren Nein gegen den Ausbau des Flughafens der Diskussion ein Ende bereitet hätte. Im Kreistag enthält er sich bei der entsprechenden Abstimmung, obwohl sich SPD, Grüne, Freie Wähler einstimmig und seine Kollegen von der CDU-Fraktion mit überwältigender Mehrheit gegen eine zweite Startbahn und eine weitere Aufweichung des Nachtflugverbots aussprechen. Stattdessen spielt er auf Zeit und verweist auf ein anstehendes zweites Gutachten. Dieses wird aber keine neuen Erkenntnisse bringen.

Die Belastungsgrenzen bei Lärm und Feinstaub, Verkehr und Flächenverbrauch sind längst erreicht. Eine zweite Startbahn ist für die Menschen in der Region schlicht nicht zumutbar und was nicht zumutbar ist, braucht kein zweites Gutachten. Dass noch mehr Verkehr, sei es in der Luft oder auf unseren Straßen, menschen- und umweltgefährdend ist, weiß außer dem Kirchheimer CDU-Landtagsabgeordneten jede Bürgerin und jeder Bürger, nicht nur auf den Fildern, im Neckartal und auf dem Schurwald. Sabine Fohler SPD-Gemeinderätin in Reichenbach und Zweitkandidatin im Wahlkreis Kirchheim

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