Lokales

Wieder einmal begeisterte die Theatergruppe

Mit einer originellen, bunten Dekoration, der gewohnt guten Versorgung durch das Küchen-Team und einem vielfältigen Programm verbrachten Alt und Jung bei der Jahresfeier des Schwäbischen Albvereins, Ortsgruppe Bissingen-Nabern einen vergnüglichen Samstagabend.

BISSINGEN Bevor die kaum zu bändigende jüngste Truppe des Albvereins auf die Bühne durfte, richtete Ortsgruppenvorsitzende Renate Steegmaier das Wort an Mitglieder und Freunde. Sie ließ in der nahezu voll besetzten Bissinger Gemeindehalle das nun fast vergangene Jahr mit seinen vielfältigen Vereinsaktivitäten Revue passieren. Dabei war die Kelterhocketse wieder einer der Höhepunkte. Auch die Ü-33-Party, inzwischen fester Bestandteil im Festprogramm, war wieder sehr gut besucht. Erstmalig fand im ehemaligen Kindergarten Höfle, in dem sich nun der Albvereinsraum befindet, ein Sommerfest statt. Das gegenseitige Kennenlernen stand dabei im Mittelpunkt. Sehr zufrieden äußerte sich Renate Steegmaier auch über die anderen Veranstaltungen wie die Sternwanderung auf die Teck, den Diavortrag über eine Radtour durch Birma und die restlos ausverkaufte Vorstellung von "Herrn Stumpfes Zieh- und Zupfkapelle". Zudem wurde der Warentauschtag in Bissingen dieses Jahr mit Hilfe vom Albverein durchgeführt, die Familien-Pfingstfreizeit war ein voller Erfolg und die Wanderungen der Gruppe "Stürmischer Herbst" erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Fest gebucht für das kommende Jahr sind bereits ein Familienwochenende auf der Burg Derneck sowie ein Konzert mit den bayrischen Biermösl Blosn.

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Wolfgang Schneider führte mit viel Witz und Charme durch das Programm. So hieß es jetzt Bühne frei für die "Albfüchse", denn die hatten unter der Leitung von Karin Rager, mit ihren beiden Helferinnen Lisa Rager und Nicola Dewosch verschiedene Sketche einstudiert, die das schauspielerische Talent der Jüngsten voll zur Geltung brachten. Die Lacher der Zuschauer waren ihnen bei dieser Vorstellung sicher und der Applaus für die überaus gelungenen Auftritte wohlverdient.

Danach wurden die Gäste von einer Neidlinger Musikgruppe namens "Ogwiß" übersetzt "ungewiss" überrascht. Zwei Dudelsäcke, die laut Angaben ihrer Besitzer entgegen der landläufigen Meinung nicht aus Schottland kommen, sondern aus dem Schwabenland, und eine Drehleier beziehungsweise eine Gitarre spielten zu altdeutschen Weisen auf.

Zusammen mit Dietmar Brendel vom Teck-Neuffen-Gau nahm Renate Steegmaier die Ehrungen der langjährigen Mitglieder vor. Für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit wurden geehrt: Veronika Renz, die allerdings nicht dabei sein konnte, da sie vormittags einen Sohn zur Welt gebracht hatte, Helmut Ederle, Friedrich Goll und Thomas Weil. 40 Jahre gehören Heidi Bazle, Marta Braun, Friedel Breßmer, Elise Bäuchle, Karin Dangel, Otto Einsele, Gerhard Leiter, Inge Neuhäuser, Christa Sigel und Gertrud Tomschi dem Albverein an. Auf eine Mitgliedschaft von 50 Jahren konnten Gretel Blankenhorn, Alfred Gölz, Hilde Kalischko, Erwin Kreher, Günter Kölsch, Johann Lendl, Eugen Ruoff, Suse Schwarz und Karl Ziegler zurückblicken.

Abermals wurde dem Jungvolk die Bühne für einen weiteren Sketch überlassen. Sehr gesellschaftskritisch in punkto Bildungspolitik präsentierte sich das letzte Stück der in ihrer Darstellung sehr überzeugenden Kinder. Mit einer kleinen Belohnung wurde die Kinderschar von der Bühne verabschiedet.

"Ogwiß" spielte nach einer kurzen Pause, die unter anderem zum Abholen der Tombolagewinne genutzt wurde, zum zweiten Mal auf. Die zum Teil altbekannten Melodien riefen vor allem beim älteren Publikum Erinnerungen hervor und luden zum Mitsingen ein. Nach einer kleinen Umbaupause kam dann der heiß ersehnte Höhepunkt einer jeden Albvereinsfeier: Der Auftritt der "Bissinger Kengala" der Theatergruppe des Albvereins. Mit ihrem Stück "Silvesterknaller" trafen sie wieder mal voll ins Herz des humorigen Schwabens. Und immer wieder staunt man, wie viel diese Truppe im Laufe eines Jahres auf die Beine stellen kann. Vom Publikum wurden die Akteure mit viel Beifall belohnt. Einen Extraapplaus bekam Petra Dolde, die wiederum für die gekonnte Maske verantwortlich war. Ein letztes Mal ergriff Renate Steegmaier das Wort, um sich zu verabschieden. Sie dankte allen, die zum Gelingen dieses Abends beigetragen haben.

sm