Lokales

Wieder Leben im Keller: Jazz-Soiree

KIRCHHEIM In den lange Zeit verwaisten Keller im Alten Haus ist wieder Leben eingezogen. Nach der erfolgreichen Feuertaufe des Jazz-Kellers "Chez Papa" sind am heutigen Freitag und am morgigen Samstag wieder renommierte Vertreter der Jazz-Szene zu hören. Neben Lindy Huppertsberg (Kontrabass) und Sängerin Jutta Gruber wirken heute und morgen jeweils ab 20 Uhr auch Harald Schwer (Piano) und Schlagzeuger Peter Gruber mit.

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Lindy Huppertsberg, Europas wohl bekannteste Jazzbassistin, sammelte erste Erfahrungen bei der renommierten "Barrelhouse Jazzband" in Frankfurt. Sie gründete verschiedene eigene Bands, war schon mit vielen Jazzstars auf Tour und ist mit ihrem kräftig swingenden und groovenden Bassstil sehr gefragt. Jutta Grubers Vorliebe gilt langsamen Balladen der klassischen Jazz-Literatur, bei denen das dunkle Timbre ihrer Stimme expressiv und sinnlich zur Geltung kommt. Der Stuttgarter Pianist Harald Schwer ist aufgrund seiner swingenden, einfühlsamen Spielweise ein geschätzter Begleiter vieler Solisten der internationalen Jazzwelt und ist wie auch der Ulmer Schlagzeuger Peter Gruber Ehrenbürger der City of New Orleans.

Peter Gruber begann seine Laufbahn 1960 im Quintett des amerikanischen Pianisten Freddie Hendricks in amerikanischen Clubs. Dem ersten Auftritt mit Harald Schwer im Jahr 1985 folgte die Gründung des "Acoustic Trios", das bis heute mit wechselnden Gastbassisten agiert und in Kirchheim gemeinsam mit Lindy Huppertsberg und Jutta Gruber als Quartett die durch den ersten Auftritt im Jazzkeller "Chez Papa" sicher hoch gesteckten Erwartungen befriedigen will.

pm