Lokales

Wien und Burgenland

Fünf Tage lang waren die Senioren des Schwäbischen Albvereins, Ortsgruppe Kirchheim, in Österreich unterwegs. Auf dem Programm standen unter anderem die Besichtigung Wiens und ein Ausflug zum Neusiedler See im Burgenland.

KIRCHHEIM Nach einem frühen Start waren die Ausflügler schon zur Mittagszeit in Mondsee am gleichnamigen See, der seinen Namen wegen seiner mondsichelartigen Gestalt hat. Auf der Autobahn A 1 ging die Fahrt weiter an Linz vorbei bis Melk, mit einem Blick auf das weltberühmte Kloster. Danach ging es links der Donau weiter und es wurde die vielbesungene Wachau durchfahren. Die Wachau gilt als einer der schönsten Abschnitte des ganzen Donaulaufes. Hoch über der Donau thront die sagenumwobene Burg Aggstein als Ruine. Nach einer Pause in Dürnstein, bekannt wegen dem blauen Kirchturm, ging die Fahrt weiter nach Wien und in die Quartiere in Grossenzersdorf.

Anzeige

Am nächsten Tag gab es mit einer Stadtführerin eine mehrstündige Busfahrt zu den Sehenswürdigkeiten von Wien. 500 Jahre lang war Wien die Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Der Kronschatz, bestehend aus Reichsapfel, Kaiserkrone und Zepter, befindet sich in der Schatzkammer der Hofburg. Die pompösen Ausmaße dieses Palastes zeugen heute noch von Macht und Reichtum Österreichs in vergangenen Zeiten. Die Österreichisch-Ungarische Monarchie bestand nur 112 Jahre lang.

Wiener GemütlichkeitDie Kirchheimer Wandergruppe war sichtlich beeindruckt von der typisch Wiener Gemütlichkeit und der charmanten Art, mit der die Stadtführerin den Bus dirigierte und die Sehenswürdigkeiten erklärte. Beim Schloss Schönbrunn ließ sie die Wanderer aussteigen, um den Garten mit dem Neptunbrunnen und die Gloriette aus der Nähe besichtigen zu können. Beendet wurde die Stadtführung mit der Besichtigung des Hundertwasserhauses. In einer Gartenwirtschaft in der Nähe des Praters wurde Mittagspause gemacht. Etliche Teilnehmer nutzten die Zeit auch zu einer Fahrt mit dem Riesenrad.

Am nächsten Tag ging es mit dem Bus in die Innenstadt zum Naturhistorischen Museum. Von da aus "wanderten" die Ausflügler durch den Volksgarten zum Elisabeth-Denkmal und am Bundeskanzleramt vorbei zur Minoritenkirche. Dies ist eine der ältesten und künstlerisch wertvollsten Kirchen von Wien. Sie beherbergt das letzte Abendmahl von Leonardo Da Vinci in Mosaikausführung. Die Wanderung ging weiter über den Michaelerplatz zum Kohlmarkt, zur Pestsäule im Graben und bis zum mächtigen Stephansdom mit seinem 137 Meter hohen Turm. Von der Aussichtsplattform auf dem Kahlenberg gibt es den schönsten Ausblick auf die Stadt. Franz Grillparzer hat es so ausgedrückt: "Nur wer am Kahlenberg war hat Wien gesehen."

Über die DonauAm letzten Tag war ein Ausflug zum Neusiedler See vorgesehen. Über das Marchfeld ging die Fahrt nach Osten. Im Barockschloss Eckartsau hat der letzte Kaiser Österreichs Karl I. mit seiner Frau Zita gewohnt bis zu seiner Abreise ins Exil im März 1919. In Hainburg auf der letzten Brücke vor der Grenze zur Slowakei wurde die Donau überquert. An der Leitha entlang ging die Fahrt weiter und bei Bruck wurde die Grenze zum Burgenland überquert. In den Orten Kaisersteinbruch und Donaukirchen fällt zum ersten Mal die andere Art der Besiedlung auf. Die Häuser sind niedrig, die Wohnungen ebenerdig und wie Reihenhäuser an der Straße aufgereiht. In Eisenstadt, der Hauptstadt des Burgenlandes, gibt es beim Schloss Esterhazy einen Aufenthalt. Das Schloss ist das bedeutendste Kulturdenkmal und Wahrzeichen des Burgenlandes.

Auf dem Weg nach Rust ging die Fahrt vorbei am Römersteinbruch, aus dem die Steine für den Bau des Stephandoms stammten. Rust ist die Stadt der Störche und liegt am Schilfgürtel des flachen Neusiedler Sees, der nur wenig Wasserzufluss hat. Per Schiff ging es von Mörbisch aus quer über den See. Am anderen Ufer wartete schon ein pferdebespannter Planwagen, auf dem die Gruppe nach Illmitz gefahren wurde. Die Ebene östlich des Sees ist ein bedeutendes Weinbaugebiet.

Die Heimfahrt am nächsten Tag ging über die Stadt Baden südlich von Wien und durch das romantische Helenental, in dem die Schwechat fließt. Über die Autobahn ging es zurück nach Kirchheim.

wm