Lokales

Wilde Tänze vor der Bühne

Wieder ist der Beweis erbracht worden: Die regionale Bandszene muss sich wirklich nicht verstecken. Das Linde- Proberaumspektakel ist vorbei und wird noch lange in aller Munde bleiben.

KIRCHHEIM Den Anfang machte die Kirchheimer Nachwuchsband "BBDH". Das hieß dreißig-minütiger Punkrock mit wilden Tänzen vor der Bühne. Auch musikalisch hatten die Jungs von "BBDH" auch schon einiges zu bieten, und das obwohl die Band gerade einmal ein halbes Jahr besteht.

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Stilwechsel vom bewährten Punkrock hin zu den besten Cover-Songs aller Zeiten, gespielt von der Band "Conspiracy", traf wegen einiger technischer Probleme nicht den Nerv des Publikums, wodurch das Bühnenprogramm einige Male durch hässliche Pfeiftöne gestört wurde. Nichtsdestotrotz zeigte auch diese junge Kirchheimer Band ihre unbändige Spielfreude vor einem begeisterten Publikum.

Als dritte Band wagten sich die Jungs von der "Süd-Apotheke" in den Ring und zeigten ein Fun-Rock- Programm vom Allerfeinsten. Spaß ist die Devise und das merkt man auch gleich, wenn diese Band sich auf die Bühne begibt. Zweistimmiger Gesang gepaart mit richtig guten Gitarrenriffs und einer sensationellen Bühnenshow machen jeden Auftritt der "Süd-Apotheke" zu einem besonderen Erlebnis.

Sehr professionell zeigten sich als vierte Band des Abends die Jungs von "Forgotten Souls", der Deathmetal-Hoffnung Kirchheims. Trotz dem krankheitsbedingten Ausfall des Leadgitarristen präsentierten sie einige ihrer besten Songs und zeigten sich in extrem guter Verfassung ihrem Publikum. Insbesondere bei dieser Band zeigt sich die harte Arbeit der jungen Künstler, die sich rasend schnell weiterentwickeln und auf der Bühne inzwischen vor Selbstsicherheit strotzen.

Als letzte Band präsentierten "Horny Grandma and the incredible Milkman" ihr Können. "Horny Grandma" lieferten rasend schnellen Punkrock gemischt mit klassischen Rock'n'Roll Elementen. "I cant stop rocking" war Motto ihrer schweißtreibenden Show und damit auch der zweite Punkrockhöhepunkt des Abends. "Horny Grandma" rockten und animierten ihre Fans zu Pogo-Orgien im Saal der Linde.

Der Abend war einmal mehr ein voller Erfolg, doch in den Proberäumen der Linde steckt noch weit mehr Potenzial. Insgesamt 13 Bands und eine Solosaxofonistin nutzen zurzeit die Räumlichkeiten im alten Kirchheimer Frauenhaus und in der Linde. Die Mitarbeiter des Jugendhauses betreuen die Bands sowohl musikalisch als auch in formellen Fragen des harten Musikgeschäfts. Daneben sind natürlich der Austausch unter den Bands und die Umsetzung von Veranstaltungsideen ein wichtiger Schwerpunkt, dem die Linde immer wieder gerne nachgeht und die Jugendlichen in ihren Ideen und Planungen unterstützt.

Bands, die Proberäume suchen, können sich an Marc Nalaskowski, Linde jugend & kultur, Alleenstraße 90, in 73230 Kirchheim, wenden.

jd