Lokales

Wildschweine sind da

Hinter dem Betriebsplan des Gemeindewaldes in Schlierbach steht eine schwarze Null. Angesichts der gesunkenen Holzpreise ist Bürgermeister Paul Schmid mit diesem Ergebnis zufrieden. Seit neuestem wurden auch wieder Wildschweine in der Gemeinde gesichtet.

BORIS-MARC MÜNCH

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SCHLIERBACH Der Gemeinderat Schlierbach hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig den Betriebsplan 2006 für den Gemeindewald beschlossen.

Revierförster Reich erläuterte das Planwerk. Die Forstarbeit geschieht hauptsächlich in den Distrikten Wasen, Tannengarten und Schneiderin. Der Einschlag in den nächsten Jahren wird laut Reich bei 370 Festmeter liegen. Nach der Betriebsplanung kann voraussichtlich mit Einnahmen in Höhe von 20 100 Euro gerechnet werden. Für Holzernte, Kulturen, Forstschutz, Bestandspflege und den laufenden Betrieb werden voraussichtlich Ausgaben in Höhe von 19 650 Euro entstehen.

"Wenn man sich den Holzpreis ansieht, muss man froh über eine schwarze Null sein," kommentierte Schmid das Ergebnis. Der leichte Überschuss ist auch auf den Verkauf von Brennholz zurückzuführen, das Häuslesbesitzer vermehrt verfeuern und dafür jetzt einen höheren Preis zahlen müssen.

Obwohl Stürme den Wald in den vergangenen Jahren auslichteten, so Reich, sei eine weitere Durchforstung aus Gründen der Pflege und des alternden Bestand notwendig. "Wir werden prüfen, was noch drauf steht und feststellen, was wir noch schlagen können." Probleme bereiten nach wie vor der Läusebefall und in einzelnen Abschnitten der Borkenkäfer.

Seit neuestem treibt sich auch das Schwarzwild wieder im Tal herum. Reich geht davon aus, dass die Wildsäue entlang der Autobahn den Weg nach Schlierbach gefunden haben. Das ist für Kleingartenbesitzer ein Ärgernis, so Reich. Die Maisfelder locken das Schwarzwild zusätzlich an. Das Problem könne man nur mit einer professionellen Bejagung lösen. Reich will sich diese Option offen halten.

Der Zustand der Waldwege sei insgesamt gut. "Bis auf gewisse Bereiche, die von den Leitungsbauern in Mitleidenschaft gezogen wurden", sagte der Revierförster. An diesen Stellen sei eine Instandsetzung nötig, was in Zusammenarbeit mit der Gemeinde geschehe.