Lokales

Winterbekleidung zu Tiefstpreisen

Den milden Temperaturen sei Dank: Der Einzelhandel lockt im Kirchheimer Winterschlussverkauf bis Samstag mit Rabatten von bis zu 70 Prozent. Noch sind die Lager gut bestückt mit wärmenden Klamotten und Winterstiefeln. Fündig wird auch, wer sich auf die Suche nach einer neuen Skiausrüstung zum günstigen Preis begibt.

ANKE KIRSAMMER

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KIRCHHEIM Unübersehbar regiert in der Teckstadt der Rotstift: Große "Prozent"-Stopp-Schilder machen die Kunden auf drastische Preisreduktionen aufmerksam, manche Läden verkaufen kurzerhand die ganze Winterkollektion zum halben Preis, andere gewähren an der Kasse satte Nachlässe auf bereits reduzierte Artikel. Banner vor den Ladentüren wecken die Kauflust mit Hinweisen auf "Räumungsverkäufe" und Tiefstpreise. "Zum Auftakt des Schlussverkaufs waren wir mit der Frequenz zufrieden", sagte City Ring-Vorsitzender Karl-Michael Bantlin auf Anfrage. Der Wintereinbruch Mitte vergangener Woche habe die Leute dagegen nicht gerade in die Fußgängerzone getrieben. Wer sich also erst in der zweiten Schlussverkaufswoche auf Schnäppchenjagd begibt, kann sich Bantlin zufolge immer noch über eine gute Auswahl insbesondere im Strick- und Hosenbereich freuen. Aber auch Mäntel und dicke Jacken drängen sich noch auf den Kleiderständern.

Nachdem am Sonntag ein eisiger Wind über die Schwäbische Alb gefegt war und die Finger von Skifahrern und Spaziergängern klamm werden ließ, drängten sich die Kunden gestern in einem Kirchheimer Sportgeschäft insbesondere vor wärmenden Handschuhen, um für die nächste Kältewelle gerüstet zu sein. Ein "Preistief" hat auch Skier-, Skistiefel,-helme und Wintersportbekleidung erfasst. Wer sich also beispielsweise beim Skiurlaub in den Faschingsferien im neuen Outfit auf der Piste oder beim Apres-Ski präsentieren möchte, hat derzeit die Möglichkeit, dies geldbeutelschonend zu tun.

Auch wenn die Zeiten längst vorbei sind, in denen sich die Massen um die Wühltische drängten und die offiziellen Schlussverkäufe per Gesetz seit Sommer 2004 vom Tisch sind, starten einzelne Städte wie Kirchheim oder Weilheim nach wie vor konzertierte Aktionen. Derlei örtlichen Schlussverkäufen kann Michael Kuschmann, bei der IHK Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen zuständig für wirtschaftsrechtliche Fragen, durchaus positive Seiten abgewinnen. "Die Signalwirkung ist nicht zu unterschätzen", betont der Jurist. Er wundert sich darüber, dass nicht allzuviele Städte in der Region das Instrument nutzen, denn auch als Kunde begrüßt Kuschmann, wenn die Einzelhändler an einem Strang ziehen: "Dann weiß ich, jetzt lohnt sich der Gang in die Stadt."

Lohnenswert ist der derzeit auch für Leute, die den Winter bereits abgehakt haben, bevor er richtig angefangen hat: Denn wer Ausschau nach der Frühjahrsmode halten will, bekommt in den Geschäften bereits einen Vorgeschmack auf die Trends der kommenden Saison: Auf den Kleiderständern buhlen Shirts in Rosa, Blau und leuchtenden Rottönen um die Gunst der Kundinnen. Die Händler indes ordern bereits die Ware für den nächsten Winter . . .