Lokales

Winterroutine: Der besorgte Blick nach oben

Noch nie war das Thema so aktuell wie in diesem Winter: Dachlawinen und ihre Folgen.

RICHARD UMSTADT

KIRCHHEIM Die weiße Pracht wurde in den vergangenen Wochen nicht selten zur gefahrvollen Fracht, deren Abgang immer öfter die Frage aufwarf: Wer haftet eigentlich für den Schaden? Mit der Antwort beschäftigten sich bereits viele Juristen und Gerichte. Auch die Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümervereine können davon ein Lied singen. Wie ihr Landesverband mitteilt, kann ein Geschädigter von dem Gebäudeeigentümer nur dann Schadenersatz verlangen, wenn er ihm eine Sorgfaltspflichtverletzung nachweisen kann. Fehlt zum Beispiel ein örtlich vorgeschriebenes Schneefanggitter, muss der Hauseigentümer haften. Solche Schneefanggitter sind aber in schneearmen Gebieten nicht üblich, das fehlende Gitter ist kein Pflichtverstoß. Ob der Eigentümer Warntafeln aufstellen muss, lässt sich generell nicht sagen. Dies hängt von vielen Einzelheiten ab. Wenn keine konkrete Gefahr besteht, dass eine Dachlawine niedergeht, muss sich jeder Verkehrsteilnehmer selbst durch Achtsamkeit schützen.

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