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"Wir brauchen mehr Infos"

Ohne genauer nachzuhaken, möchte die Gemeinde Dettingen die Umwandlung des Kirchheimer Segelfluggeländes Hahnweide in einen Sonderlandeplatz nicht hinnehmen: "Wir brauchen mehr Infos", betonte Bürgermeister Rainer Haußmann in jüngster Gemeinderatssitzung.

BIANCA LÜTZ

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DETTINGEN "Der Segelflugsport hat Tradition unter der Teck und muss sich weiterentwickeln können", stellte Bürgermeister Rainer Haußmann klar, dass die Schlossberggemeinde den Fliegern keinesfalls unnötig im Wege stehen möchte. Dennoch: "Wir sind Nachbarn und wir vertreten die Einwohner. Darum brauchen wir mehr Infos", sagte der Rathauschef im Gemeinderat.

Der Baden-Württembergische Luftssportverband (BWLV) der den Antrag auf Umwandlung des Segelfluggeländes Hahnweide in einen Sonderlandeplatz gestellt hatte versichert indes, dass sich durch die Umwandlung am bisherigen Betrieb faktisch nichts ändern werde. Es solle beim Status Quo bleiben. "Aber was ist der Status Quo ?" fragte Rainer Haußmann kritisch im Ratsrund. Zu den meisten Veränderungen in der Vergangenheit seien die Nachbarkommunen in der Regel nicht gehört worden. "Das passt uns nicht", kritisierte der Verwaltungschef das Vorgehen.

"Wenn die Dettinger Segelflieger einen Antrag stellen, verlangen wir immer Zahlen und Statistiken und binden die Nachbarn ein", beschrieb Rainer Haußmann die Gepflogenheiten in seiner Kommune. Zahlen und Statistiken verlangt er deshalb jetzt auch vom BWLV, zumal in dessen Antrag von keinerlei Einschränkungen die Rede sei: "Wir wollen die Zahlen der Flüge und Flugzeuge sowie Informationen zu den Flugzeugtypen wissen eben alles über die Flugbewegungen der letzten 15 Jahre."

Am heutigen Donnerstag, 30. November, haben die Dettinger Bürger zum letzten Mal Gelegenheit, die Unterlagen zum Umwidmungsantrag im Dettinger Rathaus einzusehen. Einwendungen können sie dann noch bis zum 15. Dezember erheben. Einige Bürger haben diese Möglichkeit bereits genutzt, wie Rainer Haußmann mitteilte. Darüber hinaus ist die Gemeinde Dettingen, ebenso wie die anderen benachbarten Kommunen und Vertreter der Flieger, am 18. Dezember zu einem Gespräch über den Sonderlandeplatz bei der Stadt Kirchheim eingeladen. "Bis dahin arbeiten wir eine Position für die Gesamtgemeinde Dettingen aus", kündigte Haußmann an.