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"Wir planen auf jeden Fall für die Landesliga"

Katerstimmung in der Badmintonabteilung des VfL Kirchheim. Nach zwei Jahren Verbandsligazugehörigkeit ist der Abstieg in die Landesliga auf sportlichem Wege nicht mehr zu verhindern vor dem letzten Spieltag am Wochenende gibt es allerdings noch einen kleinen Hoffnungsschimmer.

PETER EIDEMÜLLER

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KIRCHHEIM Die Bestandsaufnahme vor dem letzten Doppel-Spieltag in der Badmintonverbandsliga fällt aus Sicht des VfL Kirchheim ernüchternd aus: Das Teck-Sextett steht mit drei Punkten nach zwölf Spielen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Auf Rang sechs, der den Ligaverbleib bedeuten würde, fehlen ganze acht Zähler selbst mathematisch Unbegabte erkennen daher: Der VfL ist abgestiegen. "Hochstimmung kommt da natürlich nicht auf", muss Abteilungsleiter Jürgen Fischer zugeben.

Dennoch besteht noch die minimale Chance auf das dritte Verbandsligajahr in Folge unter der Teck. Sollte nämlich nur ein Verein aus der Württemberg-Liga absteigen, bliebe dem VfL der Gang in die Landesliga erspart. Kämen allerdings zwei "herunter", wäre der Abstieg definitiv. "Wir sind momentan noch optimistisch, dass nur ein Club aus der Württemberg-Liga absteigt", sagt Fischer vor den letzten beiden Partien am Samstag in der LUG-Halle gegen den TSV Heubach (15 Uhr) und die SG Schorndorf III (19).

In Sachen Saisonanalyse verweist Fischer, selbst in der zweiten Mannschaft des VfL in der Kreisliga aktiv, auf die angespannte Personalsituation des Teams: So ist die etatmäßige Nummer eins, Antonio Abrantes, seit Wochen nicht mehr erreichbar. "Wir haben keinerlei Kontakt mehr zu ihm", rätselt Fischer über den Verbleib seines wohl stärksten Cracks. Dazu kommen die verletzungsbedingten Ausfälle der Leistungsträger Martin Stojan und Martin Hauser zu Beginn der Saison sowie das regelmäßige Fehlen von Murat Karasoy, der studiumsbedingt oft unabkömmlich ist. Schwer wog auch die Tatsache, dass der VfL in der Vorrunde dreimal auswärts ran musste und prompt dreimal verlor. Überhaupt ist die Auswärtsschwäche der Teckstädter eklatant: Von sieben Spielen in der Fremde hat man kein einziges gewonnen, die drei Pünktchen auf der Habenseite wurden allesamt in Kirchheim geholt "In der eigenen Halle zu spielen birgt schon Vorteile", verweist Fischer auf den auch im Badminton vorhandenen Heim-Bonus.

Selbigen versuchen die VfL-Spieler am Samstag dann zum vorerst letzten Mal in der Verbandsliga zu nutzen, bevor es in der kommenden Saison eine Etage tiefer auf Punktejagd geht. "Wir planen auf jeden Fall für die Landesliga", sagt Fischer trotz des winzigen Hoffnungsschimmers.