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Wirbel von Farben und Formen versprühen Energie

LENNINGEN Mit ihrer Ausstellung "Farbwirbel Schmuck & Malerei" ist es der Kirchheimer Künstlerin Regina Schöllkopf gelungen,

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EV DÖRSAM

den Räumen des alterwürdigen Lenninger Schlössles wieder einmal ein neues Gesicht zu geben.

Experimentierfreudig war die 1964 in Schwäbisch Gmünd geborene Lehrerin und Goldschmiedin schon immer. Ihr Werdegang ist gezeichnet von der Suche nach Kreativität und künstlerischem Ausdruck. Wie Günther Kern, der an diesem Abend sowohl als Vertreter des Hausherrn der Gemeinde Lenningen als auch als Freund und Nachbar der Künstlerin in die Ausstellung einführte, erklärte, sind ihre Bilder auf Leinwand gebrachte, positive Emotionen. "Sie malt nur, wenn es ihr gut geht, nur im Sommer, wenn das Licht am hellsten ist, nie im Winter. Am liebsten draußen bei Tageslicht", beschrieb er die Künstlerin. So ist sie schnell von der Aquarellmalerei, deren Farben ihr zu "fade" und die Leuchtkraft zu schwach erschien, zur Acrylfarbe gewechselt. Hier findet sie ihre Ausdrucksmöglichkeit.

Als Betrachter wird man hineingezogen in einen Wirbel von Farben und Formen. Viel Rot und Gelb, sparsam Blau, klare Farben, nie Brauntöne oder Erdfarben, lassen die Bilder leuchten, versprühen Energie und Licht, scheinen sich oft spiralförmig, wie ein Wirbelsturm von der Leinwand lösen zu wollen.

Die Arbeit an ihren Bildern ist ein spontan ablaufender Schöpfungsprozess, ohne formale Einengungen. Die Leinwand wird bearbeitet, selten mit dem Pinsel, dafür mit allem sonst greifbaren: Kämme, Spachteln, Stöcke, die Künstlerin verwendet ihre Hände, ihre Fingernägel. Hauptansinnen ist ihr, dass die Farben stimmig sind. Hierfür werden sie Schicht für Schicht aufgetragen, meist von hell nach dunkel um sie dann wieder an einzelnen Stellen abzutragen. Plastische Effekt werden durch den Einsatz von Pasten, Sand, Kleister und anderen Materialien erzielt.

Die Vielfalt der Kreativität Regina Schöllkopfs zeigt sich auch in ihren ausgestellten Schmuckstücken. Hier lässt sie sich weder bei den Materialien, noch bei der Verarbeitungstechnik festlegen. So sind es oft aus einer Sammelleidenschaft aufbewahrte Steine, Perlen oder Muscheln, die sie oft erst Jahre später zu einem Schmuckstück inspirieren. Somit sind es Unikate, jedes mit seiner eigenen Geschichte.

Für einen musikalischen Wirbel sorgten bei der Eröffnungsfeier die Schüler der "Musikfreunde Hochwang-Erkenbrechtsweiler". Timo Klepp, Leonie Ruoff und Christian Kuhn brachten die Räume des Lenninger Schlössles mit Tangovariationen auf dem Akkordeon zum Schwingen.

Die vom Förderkreis Schlössle und der Gemeindebücherei Lenningen organisierte Verkaufsausstellung wird noch bis zum 17. Dezember in den Räumen der Bücherei zu sehen sein. Die Öffnungszeiten sind dienstags von 11 bis 18 Uhr, mittwochs von 15 bis 18 Uhr, donnerstags von 15 bis 19.30 Uhr, freitags von 14 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 18 Uhr sowie am Sonntag, 11. Dezember, von 14 bis 17 Uhr. An diesem Tag wird die Künstlerin anwesend sein und für Fragen oder bei der Schmuckberatung zur Verfügung stehen.