Lokales

"Wirtschaftlich"

Der Landkreis wird gemeinsam mit der Gemeinde Dettingen eine Holzhackschnitzelanlage für die Verbundschule im Wege eines Contractingvertrages ausschreiben. Dafür gab der Kultur- und Schulausschuss in jüngster Sitzung grünes Licht.

RICHARD UMSTADT

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ESSLINGEN Sowohl der Landkreis als auch die Gemeinde sieht in dem Contractingmodell zur Versorgung der Verbundschule für behinderte Kinder mit Heizenergie die wirtschaftlichste Lösung. Die gemeinsame Heizzentrale soll, wie Kulturamtsleiter Peter Keck dem Ausschuss auf einem Plan erläuterte, auf dem jetzigen Parkplatz nördlich der Dettinger Sporthalle gebaut werden. Die darüber hinaus notwendige Gaszusatzheizung wird im bisherigen Heizraum der Sporthalle installiert werden.

Die Heizanlage wird mit dem im Landkreis und in der Gemeinde anfallenden Grüngut "gefüttert", womit dieses einer ökologisch sinnvollen Verwertung zugeführt wird. Die Anlage liefert die Wärme für die Verbundschule des Landkreises, die Sporthalle der Gemeinde sowie das Dettinger Hallenbad. Die von den Dettingern langfristig geplante Grund- und Hauptschule im Bereich der Sporthalle und der Verbundschule wurde zum jetzigen Zeitpunkt bei der Berechnung der Heizkapazität nicht berücksichtigt. Wie Keck sagte, sei es momentan nicht abzusehen, wann die Schule gebaut werde.

Der Ausschuss begrüßte das Contractingmodell und stimmte zu, einen entsprechenden Vertrag mit der Gemeinde Dettingen über die Wärmeversorgung abzuschließen, der die Fragen der Ausschreibung und der gemeinsamen Nutzung regelt. Lob ernteten die Dettinger für ihre "weitblickende und mutige Entscheidung bereits im Jahr 2002" zu Gunsten der alternativen Wärmeversorgung. Landrat Eininger dankte Dettingens Bürgermeister Rainer Haußmann ausdrücklich für sein großes Vermittlungsgeschick, das er bei den Grundstücksverhandlungen bewiesen habe, und kündigte den Baggerbiss für die Verbundschule auf 1. Juni 2005 an.