Lokales

Wissenschaft im Dialog

ESSLINGEN Technik greifbar und begreifbar zu machen, ist Aufgabe der Ausstellung. Ziel ist es, bei Jung und Alt das Interesse an Technik und Naturwissenschaft zu wecken. In Esslingen geht die MS Technik vom 22. bis 24. September am Färbertörlesweg vor Anker. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Der Besuch ist kostenlos. Schulklassen und Gruppen können sich unter www.ms-technik.info anmelden.

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Im Jahr der Technik zeigt die Ausstellung auf dem 105 Meter langen Binnenschiff, wie sich die menschlichen Fähigkeiten mit Hilfe von Technik erweitern lassen. In den vier Themenfeldern Sehen, Hören, Fühlen und Bewegen wird modernste Technik präsentiert. Menschen nutzen seit Jahrtausenden Werkzeuge, um sich das Leben zu erleichtern oder Neues zu erkunden. Mit Hilfe von moderner Technik können sie heute besser oder anders sehen oder hören, so zum Beispiel die Atomstruktur unterschiedlicher Materialien mit Hilfe von Neutronenstrahlen oder Unterwassergeräusche mit einem Hydrophon.

Die Exponate werden von Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, derLeibniz-Gemeinschaft und der Helmholtz-Gemeinschaft zur Verfügung gestellt. Das Ausstellungsschiff wird von Wissenschaft im Dialog realisiert und finanziell vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Landesstiftung Baden-Württemberg unterstützt.

In Esslingen wird zusätzlich etwas Besonderes angeboten: Der Verein aus:sicht, der im Frühjahr ein Dunkelrestaurant als Pilotprojekt durchgeführt hat, wird das "Nichtsehen" und "Anders Sehen" thematisieren und die Besucherinnen und Besucher mit verschiedenen Aktionen auf den Alltag von Blinden und Sehbehinderten aufmerksam machen. Blinde und Sehbehinderte demonstrieren ihre Tätigkeit an speziell ausgestatteten Computer-Arbeitsplätzen, an Computerspielen für Blinde können Sehende gegen Blinde antreten und ihre anderen Sinne testen. Spiele mit Brailleschrift fordern zur Lösung heraus, man erfährt, wie Blinde einen Kinofilm "sehen" und es werden Wahrnehmungsaufgaben unter Simulationsbrillen gestellt. Die Aktionen werden von Blinden und Sehbehinderten durchgeführt und bieten eine Kommunikationsplattform zwischen Sehenden und Nichtsehenden.