Lokales

WM-Starter zu Gast in Hülben

Bei den 2. Kirchheim Open für Modellflieger der F3B-Kategorie am kommenden Samstag und Sonntag in Hülben sind auch drei deutsche WM-Teilnehmer am Start.

HÜLBEN Am 23. und 24. April veranstaltet der MSC Kirchheim mit der Fliegergruppe Hülben die 2. Kirchheim Open. Nach dem Erfolg mit den 1. Kirchheim Open und der Weltmeisterschaft 2003 auf der Hahnweide wollte der MSC Kirchheim diesen F3B-Wettbewerb jährlich veranstalten. Weil das Fluggelände Hahnweide den Modellfliegern nur für besondere Ereignisse zur Verfügung steht, musste ein neues F3B-Fluggelände mit entsprechender Infrastruktur gesucht werden. Nach langem Suchen und vielen Absagen wurde man mit der Fliegergruppe Hülben einig, das Meeting auf deren Segelfluggelände zu veranstalten.

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Im Rahmen der Contest-Euro-Tour 2005 ist die Kirchheim Open der dritte von 12 Wettbewerben, die in ganz Europa stattfinden. Der Höhepunkt stellt in diesem Jahr die WM in Finnland in der ersten Augustwoche dar. Alle drei deutschen WM-Teilnehmer inklusive des amtierenden Deutschen Meisters Andreas Herrig sind am Start. Da dieses Jahr keine B- und C-Kader-Wettbewerbe mehr stattfinden, müssen die deutschen Piloten von den 12 Wettbewerben bis zum Saisonbeginn fünf Wettbewerbe auswählen. Von diesen fünf Wettbewerben kommen die drei besten in die Wertung. Die 80 besten deutschen Piloten werden danach vom 1. bis 3. Oktober in Kulmbach den neuen deutschen F3B-Meister ausfliegen.

Die F3B-Modelle sind wahre Hightech-Produkte aus Kohle-, Aramid- oder Glasfaser, die mit modernster Elektronik ausgestattet sind. Sie werden teils in Eigenarbeit hergestellt, teils käuflich erworben. Die Piloten müssen mit ein und demselben Modell drei sehr unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Da ist zunächst der Zeitflug, bei dem es darum geht, das Modell auf die Sekunde genau zehn Minuten in der Luft zu halten und dann präzise auf einem Punkt zu landen. Jede Sekunde zu viel oder zu wenig und jeder Meter Abweichung werden mit Punktabzug geahndet. Des Weiteren gibt es den Streckenflug, bei dem eine Strecke von 150 Metern in vier Minuten so oft wie möglich abgeflogen werden muss. Da diese Aufgabe wie der Zeitflug in Gruppen geflogen wird, erhält der Gruppenbeste jeweils 1000 Punkte, die anderen im Verhältnis weniger.

Die spektakulärste Aufgabe ist der Geschwindigkeitsflug. Hier starten alle Teilnehmer nacheinander und versuchen, die 150-Meter-Strecke vier Mal so schnell wie möglich zu absolvieren, wobei die Modelle Geschwindigkeiten von über 200 km/h erreichen können. Nach Erfüllung aller drei Aufgaben ist eine so genannte Runde abgeschlossen, und es geht in neuen Gruppenzusammensetzungen in die nächste Runde. Eine elektronische Anzeigetafel sorgt dafür, dass Teilnehmer wie Zuschauer jederzeit über die aktuellen Ergebnisse im Bilde sind. Eine Gruppe besteht im Zeitflug aus acht bis zehn Piloten, im Streckenflug aus vier bis fünf Piloten.

Sofern das Wetter es zulässt, werden drei Durchgänge geflogen. Der MSC Kirchheim hat eine Einzel-, Mannschaft und Speedwertung ausgeschrieben. Am Ende der Veranstaltung werden die Sieger mit Pokalen und Sachpreisen belohnt. An beiden Wettkampftagen möchte der MSC Kirchheim den herrlichen Segelflugplatz in Hülben in Bestform präsentieren und hofft, dass der Wettergott auch mitspielt. Für Verpflegung werden die MSC-Mitglieder sorgen.

ws