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Wo bleibt derNaturschutz?

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Zum Artikel "Lenningen kann entscheiden Pest oder Cholera", im Teckboten vom 20. Juli:

Es ist schon bemerkenswert, was überzogener Natur- und Vogelschutz bewirken kann. Weil der Rotmilan bei seinen Beuteflügen angeblich auch über den Schopflocher "Härtwasen" fliegt, soll das dortige Gewerbegebiet nicht erweitert werden können. Die Konsequenz wird sein, dass sich wie angekündigt eine alteingesessene, auf Wachstum ausgerichtete Firma irgendwann komplett in eine Region verlagert, wo ihr derartige Steine nicht in den Weg gelegt werden. Steuerausfälle und Wegfall von Arbeitsplätzen wären die Folge.

Kann man sich so etwas bei chronisch leeren Gemeindekassen und dem Mangel an Arbeitsplätzen leisten? Man kann sich nur wundern und es ist geradezu aberwitzig, was Natur- und Vogelschutz, bei dem unter anderem Halsbandschnäpper und Rotmilan ganze Regionen in ihrer weiteren Entwicklung lähmen, auslösen kann. Hoffentlich kommt es nicht noch so weit, dass wegen dieser Vogelarten Häuser abgerissen werden müssen.

Im krassen Gegensatz hierzu ist festzustellen, dass durch den massenhaften gezielten Besucherstrom in das Naherholungsgebiet Schopflocher Alb die idyllische Landschaft zusehends zur Kloake verkommt, weil die zahllosen "Naturfreunde" häufig ihre Notdurft in freier Natur verrichten. Die vielen zurückgelassenen Papiertaschentücher und sonstiger Unrat an den "Waldklosetts" in der Nähe von Parkplätzen und Grillstationen sprechen eine deutliche Sprache. Wo bleibt hier der Naturschutz?

Diesem Problem sollte man sich ebenso annehmen wie dem Schutz seltener Vogelarten, bei dem sich einige Lenninger Funktionäre so trefflich profilieren können. Nicht verschweigen möchte ich, dass auch ich die Natur und die darin lebende Flora und Fauna als schützenswert betrachte, dies jedoch in vernünftigem Maße.

Eberhard Veil

Lenningen, Höllsternstraße 15

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