Lokales

Wünsche unzulässig

Nachdem bei der öffentlichen Auslegung des Bebauungs-plans "Kruichling" keine Anregungen eingegangen sind, fassten die Mitglieder des Kirchheimer Gemeinderats jetzt einstimmig den Satzungsbeschluss.

WOLF-DIETER TRUPPAT

Anzeige

KIRCHHEIM Gleich zwei sehr unterschiedliche künftige Nutzungen wurden hier bei entsprechenden Bauvoranfragen erkennbar. Zum einen wurde um die Genehmigung für den Bau eine Moschee nachgefragt, zum anderen besteht Interesse, im Gewerbegebiet Kruichling ein Gewerbecenter zu errichten, in dessen Erdgeschoss neben einem Spielsalon auch die Präsentation von Erotikfilmen in Kabinen und Vorführräumen sowie der Verkauf von "überwiegend dem Bereich Erotik zuzuordnenden Zeitschriften, Magazinen, Videofilmen und "Hilfsmitteln" vorgesehen ist. Nach der geltenden Satzung der Stadt können Anlagen für kulturelle, kirchliche, soziale und gesundheitliche Zwecke sowie Vergnügungsstätten "nur als Ausnahme zugelassen werden". Eine solche Ausnahme ist die Diskothek, die wegen ihrer Größe und der von ihr ausgehenden Emission bewusst im Gewerbegebiet Kruichling genehmigt wurde, da keine anderen Standorte zur Verfügung gestellt werden konnten.

Um aber "unerwünschte Fehlentwicklungen" zu vermeiden und die Bedürfnisse der bestehenden Gewerbebetriebe und eine entsprechende Weiterentwicklung zu sichern, wurde ein entsprechendes "Gegensteuern an diesem verkehrsgünstig gelegenen Gewerbestandort" als notwendig erachtet.

Im neu ergänzten Textteil des Bebauungsplans "Kruichling" wird aus gegebenem Anlass künftig explizit darauf hingewiesen, dass "Bordelle, Dirnenunterkünfte, Eroscenter, bordellartig betriebene Massageclubs und gleichartige Gewerbebetriebe unzulässig" sind.