Lokales

Zahlen und Fakten zum Kreishaushalt

KREIS ESSLINGEN Bei den Sozialausgaben geht die Kreisverwaltung 2006 von einer Stagnation bei 128 Millionen Euro aus. Fast 500 000 Euro "Luft" gibt es im Haushalt, weil an den sich auflösenden Landeswohlfahrtsverband keine Umlagen mehr gezahlt werden müssen und Schulden aus einem Überschuss des Jahres 2004 gedeckt werden.

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Als erfreulich bezeichnete der Kreisverwaltungschef auch die Entwicklung in der Jugendhilfe. Die konsequente Umsetzung des Prinzips "ambulant vor stationär" führe dazu, dass die Ausgaben in diesem Bereich anders als in anderen Kreisen von 24,8 im Jahr 2005 auf 25,8 Millionen Euro im Jahr 2006 nur leicht wachsen.

Die Verwaltungsreform wertet der Landrat als Erfolg. Unter anderem würden die unterschiedlichen "Behördenkulturen" immer besser zusammengeführt. Die vom Land geforderte Einsparung von Personal- und Sachkosten werde erreicht. Weiteres Sparpotenzial soll die Kienbaum-Untersuchung im kommenden Frühjahr aufzeigen. Sorge bereiten dem Landkreis allerdings die Vermessungsgebühren, die eine halbe Million Euro unter der Kalkulation liegen. Eininger: "Es ist unmöglich, weitere 500 000 Euro einzusparen. Hier muss eine Nachbesserung erfolgen."

Bei den Personalkosten vermeldet die Verwaltung erstmals sinkende Ansätze. Liegen sie 2005 noch bei 56,3 Millionen Euro, so bewegen sie sich 2006 1,1 Millionen Euro darunter. Die Budget-Zuschüsse für Sachausgaben beabsichtigt der Kreis zum achten Mal hintereinander einzufrieren.

Die Schulen bilden in den nächsten Jahren einen Investitionsschwerpunkt. In den Berufsschulstandort Nürtingen fließen insgesamt 20,7 Millionen Euro, in das neue Sonderschulzentrum in Dettingen 13,6 Millionen Euro. Die laufende Sanierung bestehender Gebäude verschlingt laut Ansatz 9,1 Millionen Euro.

Optimistisch gab sich der Kreisverwaltungschef, dass im ÖPNV eine gerechtere Verteilung der Mittel erreicht wird und damit eine Entlastung des Haushalts verbunden ist.

Für die Erweiterung des Esslinger Landratsamtes wird eine Public Private Partnership angestrebt. Damit soll der Kreishaushalt durch den Bau nicht belastet werden.

Im Krankenhausbereich geht es unter anderem darum, in einem zusammengefassten Eigenbetrieb die Förderung für die Vorhaben in Kirchheim zu erreichen und das Gesundheitszentrum in Ruit sowie die Baumaßnahmen für die Psychiatrischen Tageskliniken sicherzustellen.

Entspannung meldete Eininger in Bezug auf die Arbeit des Abfallwirtschaftsbetriebs. Nach der Senkung der Müllgebühren vergangenes Jahr wird das Niveau 2006 gehalten.

ank