Lokales

Zauber von Advent und Weihnacht

Schon beim Betreten des Erkenbergzimmers in der Reußensteinhalle konnten die Landfrauen erahnen und spüren, mit wie viel prägenden Zeichen sich weihnachtlich Erinnerndes im Raum verbreitet hat. Stunden zum Innehalten und Genießen ließen neu den Zauber des Advents- und Weihnachtsfestes entdecken.

NEIDLINGEN Nicht zum ersten Mal weilte der Buchautor Dr. Reinhard Abeln bei den Neidlingerinnen und mit seinen Ausführungen zum Thema "Weihnachten ist ein besonderes Fest" entlarvte er sehr Persönliches dazu und gab gebündelt Anregungen und Impulse zum Nach- und Überdenken weiter.

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So spiegelten sich Gedanken wider, die von der Hoffnung im grauen Alltag, von der Kraft der Liebe in Zeiten der Lieblosigkeit, vom Traum des ewigen Friedens erzählen und von der Freude der Weihnachtsfreude.

Da zeichnete der Referent anschaulich Lebenserfahrungen, die "auf", und solche, die "unter der Haut" bleiben. Alle Jahre wieder ist Weihnachten ein Fest der Freude, "denn Sehnsucht und Freude sind unausrottbar". Jeder kann dazu beitragen, wahre Weihnachtsfreude erfahren zu dürfen und Zusammenhänge zu erkennen, die von der Grundhaltung Freude bestimmt sind. Und: "Weihnachten lädt uns alle ein, unsere Gleichgültigkeit abzulegen und immer aufs Neue Freude an andere Menschen weiterzugeben".

Aktuelle Begebenheiten und Beispiele dafür, gerade im alltäglichen Umgang miteinander, wurden beim Namen genannt. Weihnachten ist nicht nur ein fester Punkt im Jahr, der feierlich erlebt und danach abgehakt wird. Weihnachten müsse eigentlich immer sein, denn Menschen sollten spüren, was an Weihnachten geschah: Gott ist Mensch geworden. Die Weihnachtsgeschichte beginnt aus christlicher Sicht im Alten Testament, in dem die Weissagungen über das Kommen des Messias auf Jesus Christus bezogen werden. In vielen Advents- und Weihnachtsliedern singen wir über die Ankunft des Herrn, über die Freude dieser Geburt und so blieb das gemeinsame Singen bei diesem Feiern integratives Element.

Ein zu Ende gehendes bildungsintensives Landfrauenjahr ließ Vorsitzende Ulrike Braun mit herzlichen Dankesworten an Verantwortliche und Mitglieder nachempfinden. Dass dabei die Freude über nachrückenden, verjüngenden Mitgliederzuwachs nicht verschwiegen werden darf, ist eine dankbare Wertung im 38. Jahr des Vereinsbestehens und bedeutet dabei, persönlich und gesellschaftlich Einsicht gewinnen. Letztendlich geht es darum, Bildung zu vermitteln und Bildung, die keine Einsicht eröffnet, ist und bleibt hohles Wissen. Mit dem sinnigen Gedicht "Abschied eines alten Jahres" von B. H. Bull setzte die Vorsitzende einen markanten Schlusspunkt hinter Stunden, die in einem festlich-frohen, anregenden und nachdenklichen Miteinander erlebt wurden.

rr