Lokales

Zeit brennt auf den Nägeln

Brandschutzkonzept für Gemeindehalle Ohmden steht

Die Ohmdener Gemeindehalle wird voraussichtlich in mehreren Abschnitten saniert. Noch sind die Räte optimistisch, dass zumindest der Sportbetrieb im September wieder starten kann.

Ohmden. „Letzte Woche haben wir das Brandschutzgutachten für die Gemeindehalle bekommen“, sagte Ohmdens Bürgermeister Martin Funk im Gemeinderat und sorgte damit für Stirnrunzeln bei Räten und Zuhörern. Nachdem der ursprünglich beauftragte Sachverständige krankheitsbedingt den zeitlich gesteckten Rahmen nicht hatte einhalten können, musste ein anderes Büro einspringen. Erst in der April-Sitzung hatten die Räte erfahren, dass überhaupt ein Brandschutzgutachten erforderlich ist. Die Sanierung der im Dezember durch einen Brand in Mitleidenschaft gezogenen Halle kommt also weiter nur schleppend in Gang.

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Wie Architekt Andreas Kommritz erläuterte, müssen dem Konzept zufolge eine Vielzahl von meist kleineren Ein- und Umbauten vorgenommen werden, um die Gemeindehalle brandschutztechnisch auf einen modernen Stand zu bringen. Dazu gehören unter anderem die Unterteilung in mehrere Brandabschnitte, der Einbau einer Rauch- und Wärmeabzugsanlage, die Schaffung von Fluchtwegen sowie der Einbau von Brandschutztüren. „Bei den Türen zwischen Halle und Foyer müssen wir klären, ob sie nach jedem Besucher schließen oder beispielsweise zu Beginn von Veranstaltungen offen bleiben sollen“, sagte Kommritz. Nach längerer Diskussion einigte sich das Gremium darauf, eine der beiden bisherigen Türen dahingehend umzurüsten, dass sie von selbst ins Schloss fällt und die andere gegen eine neue Tür auszutauschen, die bei Bedarf offen steht und im Brandfall automatisch schließt.

Nachdem der offizielle Beschluss gefällt worden war, dass die Gaststätte nicht mehr als solche betrieben werden soll, setzte sich das Ratsgremium mit der Folgenutzung ausei­nander. „Vorstellen könnte man sich, aus dem Bereich ein oder zwei Versammlungsräume für maximal 180 Leute zu machen“, so Kommritz. Auch die künftige Nutzung der Küche wirkt sich auf die brandschutztechnische Ausgestaltung aus. Angedacht wurde, Anrichte und Küche zu trennen. Das weitere Vorgehen will der Gemeinderat jedoch zu einem späteren Zeitpunkt klären.

Welche Kosten mit dem Gesamtpaket auf die Gemeinde zukommen werden, konnte der Planer noch nicht sagen. „Dazu war die Zeit einfach zu kurz“, so Kommritz. „Wir werden wahrscheinlich bei einem Betrag landen, der jenseits von gut und böse ist“, fasste Roland Greiner die Stimmung im Ratsrund zusammen. Eingestellt sind im Haushalt Mittel in Höhe von 200 000 Euro.

In einem nächsten Schritt wird das Konzept nun dem Landratsamt zur Genehmigung vorgelegt. Erst dann können die Arbeiten ausgeschrieben werden. Um noch eine Chance zu haben, die Halle samt Duschraum und Umkleiden für den Sport im September wieder freigeben zu können, soll bei der Sanierung auf Kommritz‘ Vorschlag hin voraussichtlich abschnittsweise vorgegangen werden.