Lokales

Ziegelhütte erhält Geld aus Konjunkturpaket

Zuschüsse werden umgeschichtet – Schule bekommt rund 22 000 Euro

Der Weilheimer Gemeinderat hat sich entschieden, das Geld aus dem Konjunkturpaket anders zu verteilen als geplant. Der Verein Michaelshof-Ziegelhütte soll Mittel abbekommen.

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tobias flegel

Weilheim. Die Freie Schule für Erziehungshilfe kann mit 16 415 Euro aus dem Konjunkturtopf zur Förderung von Bildungseinrichtungen rechnen. Die Summe ergibt sich aus der Anzahl der Schüler: Nach den Förderrichtlinien erhält sie für jeden der 67 Jugendlichen 245 Euro. Darüber hinaus bekommt der Bildungsträger 5 475 Euro vom Land. Die Gesamtsumme von 21 900 Euro soll die Schule für die energetische Erneuerung der Fenster im Gebäude Reußenstein verwenden.

Die Kurskorrektur ist durch eine neue Sachlage zustande gekommen. Laut Richtlinien können auch Freie Schulträger einen Förderantrag bei der jeweiligen Gemeinde stellen. Diese kann dann selbst entscheiden, ob sie das Ansinnen für die Konjunkturhilfe anmelden will.

Im Weilheimer Rathaus rannte der Verein Michaelshof-Ziegelhütte offene Türen ein. „Die Schule soll von der Förderung profitieren“, sagte Bürgermeister Johannes Züfle. Die Stadträte folgten seinem Vorschlag und gaben im Gemeinderat einstimmig grünes Licht dafür. Der Verein hatte zuvor einen Antrag über rund 165 000 Euro für energetische Maßnahmen an Schulgebäuden in Hepsisau und Ochsenwang gestellt. Mit dem Geld, das die Schule jetzt voraussichtlich erhält, kann sie rund die Hälfte der notwendigen Arbeiten im Haus Reußenstein bezahlen.

Mit der Berücksichtigung des Bildungsträgers hat die Stadt die Fördermittel aus dem Konjunkturprogramm für den Bildungsbereich neu verteilt. Das verbleibende Geld soll wie geplant in die Sanierung der Fassade der Limburg-Grundschule fließen. Dafür rechnet die Stadt mit rund 350 000 Euro. Weiterhin darf sie auf rund 60 000 Euro für die Sanierung des Sporthallendachs beim Bildungszentrum Wühle hoffen. Dieser Posten bleibt ebenfalls unverändert.

Die Erneuerung des Gebäudes neben dem Kindergarten Lerchenstraße, das zu einer Krippe umgebaut wird, bezahlt die Stadt aber nicht mehr mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket. Die Finanzierung sei mit Förderprogrammen von Bund und Land für die Errichtung von Kinderkrippen sowie über das CO2-Minderungsprogramm des Landes möglich, lautet die Begründung.

Auch was das Kunstrasenspielfeld beim Lindachstadion angeht, hat die Stadt umgedacht. Zwar erhält Weilheim für die neue Sporthalle 661 000 Euro, doch der beantragte Zuschuss für den Kunstrasenplatz fällt flach. Die entstandene Finanzierungslücke von 114 000 Euro soll nun Geld aus dem Konjunkturprogramm für die Verbesserung der Infrastruktur stopfen. Hier darf die Stadt mit einem Zuschuss über 96 000 Euro rechnen. Bislang hatte noch nicht genau festgestanden, wofür das Geld verwendet werden soll.