Lokales

Zielsicher den Blick in die Zukunft gerichtet

buefet stellte im Rahmen einer Klausurtagung die Weichen

Die Konstellation ist ungewöhnlich, wenn nicht sogar einmalig. Professionelle Hauptamtliche setzen sich ehrenamtlich dafür ein, anderen die mit dem Alter verbundenen Einschränkungen zu erleichtern, ihnen möglichst lange bei einer selbstständigen Lebensführung Hilfestellung zu geben. Unterstützt werden sie motivierten Ruheständlern und alle zusammen sind im gemeinnützigen Verein buefet aktiv. Dieser hat im Rahmen einer Klausurtagung zielsicher den Blick in die Zukunft gerichtet.

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BARBARA IBSCH

Kirchheim. „Zukunft braucht Herkunft“ hieß es zum Einstieg, als die inzwischen seit sieben Jahren geleistete buefet-Arbeit reflektiert wurde. Der positiven Aufbruchstimmung und der Suche nach dem eigenen Profil folgte damals sehr rasch eine in sich geschlossene konzeptionelle Entwicklung. Mittlerweile steht buefet für Betreutes Wohnen zu Hause, Pflegebegleitung und Wohnberatung. Zur individuellen Beratung gehören vor allem trägerübergreifende Informationen über professionelle Dienste und Einrichtungen, das Aufzeigen der Angebote von Selbsthilfegruppen und Initiativen, die Information über die Finanzierung der jeweiligen Hilfen, die Ermittlung des jeweiligen Hilfebedarfs, die Koordinierung der Dienste und die Vermittlung bedarfsgerechter Hilfen. Das soziale Umfeld der Älteren beziehungsweise der Menschen mit Behinderung wird dabei in besonderem Maße mit einbezogen.

buefet ist zuständig hinsichtlich Beratung und Experteninformation für eine selbstständige Lebensführung samt entsprechender Begleitung. Es geht um individuelle Lebensqualität im Alter und bei Behinderung. buefet steht für Betreutes Wohnen zu Hause, Pflegebegleitung und Wohnberatung. Zur individuellen Beratung gehören vor allem trägerübergreifende Informationen über professionelle Dienste und Einrichtungen, das Aufzeigen der Angebote von Selbsthilfegruppen und Initiativen, die Information über die Finanzierung der jeweiligen Hilfen, die Ermittlung des jeweiligen Hilfebedarfs, die Koordinierung der Dienste und die Vermittlung bedarfsgerechter Hilfen.

Der Verein buefet arbeitet mit den ambulanten Diensten zusammen und stationären Pflegeeinrichtungen, mit Kranken- beziehungsweise Pflegekassen, Behörden, Verwaltungen und allen sonstigen in der Alten- und Behindertenhilfe sowie im Gesundheitsbereich Tätigen. Der Verein buefet führt Informationsveranstaltungen zu Schwerpunktthemen durch und bringt seine Kompetenz in regionale und überregionale Arbeitskreise ein.

Das allein wäre schon ein umfangreiches Aufgabenfeld, aber buefet ist auch ein Teil der sozialen Infrastruktur in Kirchheim unter Teck. Gemeinsam mit der Stadt sowie mit kirchlichen, freien und sozialen Trägern sieht der Verein seine Aufgabe ebenso in der Weiterentwicklung von Alten- und Behindertenhilfestrukturen. Der Frage, wohin sich das Profil des Angebotes von buefet in den nächsten Jahren weiterentwickeln soll und was in diesem Zusammenhang letztendlich geleistet werden kann, ist der Geschäftsführende Ausschuss des Vereins im Rahmen der Klausurtagung nachgegangen.

Wertvolle Hilfe leistete dabei Dr. Marie-Luise K. Stiefel aus Stuttgart, die einen vollen Klausurtag dem entsprach, was sie zu Beginn angedeutet hatte: „Moderieren und Prozesse gestalten ist meine Leidenschaft.“ Nicht weniger beflügelt zeigten sich aber auch die buefet-Mitglieder beim disziplinierten Arbeiten sowie bei den kleinen Verschnaufpausen zwischendurch.

„In die Zukunft denken – von der Zukunft her denken“ lautete die Vorgabe einer angeleiteten Reflexion, der ein Austausch bei einem kleinen Spaziergang folgte. Die Dialog-Themen waren wiederum zielorientiert und ihr Spektrum umfasste die Weiterentwicklung von buefet ebenso wie die alle umtreibende Frage der finanziellen Absicherung. Deutlich angesprochen wurde der zunehmende Beratungsbedarf in einer immer komplexeren Altenhilfelandschaft. Diese wird nicht zuletzt auch davon geprägt, dass immer mehr Menschen auf Unterstützung von außen angewiesen sind. Zudem steigt die Zahl der älteren Menschen an, die auf sich allein gestellt sind, weil sie keine Familie haben beziehungsweise die Angehörigen zu weit entfernt wohnen. Hinzu kommt, dass die soziale Verbundenheit der Menschen abnimmt. Daraus entsteht Isolierung und diese wird im Alter immer stärker spürbar.

Wie auf diese Bedürfnisse gute und vor allem passgenaue Angebote gefunden werden können, darüber machten sich die Aktiven im Rahmen der buefet-Klausurtagung intensiv Gedanken. In den engagiert geführten Diskussionen wurde deutlich, dass sich der Verein den neuen Herausforderungen stellen will. Es war aber auch klar, dass es Altenhilfe nicht zum Nulltarif geben kann, sondern hier neben den Pflegekassen auch die Kommune in der Verantwortung steht. Neue Angebote ziehen nämlich in erster Linie Personalbedarf nach sich und der muss durch Fachkräfte gedeckt werden, das Ehrenamt stößt hier an Grenzen. Es kann zwar Kompetenz und Wissen einbringen sowie für zusätzliche Qualität sorgen, es ist ihm aber nicht möglich, alle Aufgaben allein zu schultern.

Was in kleinen Gruppen diskutiert wurde, kam am Nachmittag ins Plenum und stieß dort überwiegend auf Übereinstimmung. Es ging dabei auch um die spezifische Qualität von buefet sowie um das Anliegen, Strukturen zu schaffen in der Stadt. Tenor war der Wille, die Zukunft mitzugestalten und gute Lebensbedingungen für ältere und behinderte Menschen zu schaffen. Allen bewusst ist aber auch, dass dies nur in Kooperation mit den Einrichtungen und Diensten in der Stadt sowie mit der Stadt Kirchheim selbst gelingen kann. Zudem sind noch mehr engagierte Menschen erforderlich, die sich für Besuchsdienste und Unterstützung im Einzelfall zur Verfügung stellen. Nicht zu vergessen die finanzielle Seite: Der Verein buefet braucht noch mehr fördernde Mitglieder, die sein Anliegen auch finanziell unterstützen.

Erarbeitet wurde auf dieser Basis abschließend ein gemeinsames Ziel, geprägt von drei Schwerpunkten: die Finanzierung sichern, ein neues Projekt für andere Zielgruppen in Angriff nehmen, aktive Beteiligung an der Altenhilfeplanung der Stadt Kirchheim. Im letztgenannten Rahmen könnte es sich buefet auch vorstellen, Partner oder Träger eines Pflegestützpunktes zu sein.