Lokales

Zu Gast im Schlossgarten des Präsidenten

Einem Fest der Begegnung zwischen Deutschland und Israel durften Schüler der Nürtinger Philipp-Matthäus-Hahn-Schule beiwohnen: Gemeinsam mit Schülern aus den israelischen Partnergemeinden Givatayim und Rama waren sie zu Gast beim Gartenfest des Bundespräsidenten Horst Köhler.

NÜRTINGEN/BERLIN Aus Anlass der 40-jährigen diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland hatte Bundespräsident Horst Köhler unter dem Motto "Gemeinsam Erleben, Unterschiede verstehen, Freundschaften feiern" 500 Schüler aus Israel und Deutschland zu einem Fest der Begegnung in den Garten des Schlosses Charlottenburg geladen. Das Gartenfest war Teil des Besuchsprogramms des israelischen Staatspräsidenten Moshe Katsav.

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Beide Präsidenten wollten mit dieser Party für die Jugend die Bedeutung des Jugendaustausches für beide Länder unterstreichen. In ihrem gemeinsamen Grußwort wiesen sie darauf hin, dass "die jungen Menschen von heute bestimmen werden, welchen Weg die deutsch-israelischen Beziehungen in der Zukunft nehmen werden". Auf Grund der intensiven und kontinuierlichen Kontakte der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule Nürtingen zu Israel wurden insgesamt 16 Schüler aus Nürtingen, Givatayim und Rama den beiden israelischen Partnergemeinden des Landkreises Esslingen zu dem Fest eingeladen.

Höhepunkt war eine Diskussionsrunde von Schülern mit den beiden Präsidenten, bei dem die Jugendlichen im persönlichen Gespräch mit den Staatsoberhäuptern auf Tuchfühlung gehen konnten. Dabei durften zwei Schüler der Nürtinger Gruppe mit den Präsidenten auf dem Podium Platz nehmen und kritische Fragen stellen. Landrat Heinz Eininger, der die Gruppe zum Empfang begleitete, betonte die Bedeutung dieser Veranstaltung: "Sie war ein eindrucksvolles Erlebnis und für alle Beteiligte ein immenser Motivationsschub für die künftige Zusammenarbeit."

Im Charlottenburger Schlossgarten wurde die Szenerie lebhafter Straßencafes nachgestellt, da dort junges Leben stattfindet in Israel ebenso wie in Deutschland. Literaturcafes boten Lesungen und ein Mediencafé verband das Fest mit der ganzen Welt. Kinos, Modeschauen, Sport- und Kunstevents erfüllten den Park mit pulsierendem Leben. Als Gegenpol bot ein "Turm der Toleranz" einen Ort der Stille und zur inneren Einkehr.

Im Rahmen des Programmes war ein Treffen mit dem ehemaligen Ministerpräsident Erwin Teufel möglich. Daneben konnte auch ein Gespräch mit den Bundestagsabgeordneten Markus Grübel und Michael Hennrich geführt werden, die gemeinsam mit den anderen Bundestagsabgeordneten aus dem Landkreis Esslingen die Schüler am nächsten Tag zu einem politischen Dialog und Besuchsprogramm eingeladen hatten.

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