Lokales

Zufriedene Kühe und jede Menge Regenwürmer

OWEN Die Schüler der Klasse 4b der Eduard-Mörike-Schule Ötlingen informierten sich bei ihrem Besuch des Biobauernhofs von Andreas Gruel in Owen über Kühe und Kälber, aber auch über den biologischen Anbau von Getreide, Kartoffeln und Obst.

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Zunächst ging es in den Stall, wo 17 Kühe mit ihren Kälbern und einigen Bullen auf ihr Grünfutter warteten. Schnell wurde das frische Gras von den Kindern verteilt. Da jedes Tier über einen eigenen Fress- und Schlafplatz verfügt, können alle gleichzeitig fressen. Zusätzlich gab es für die Kühe noch "Müsli", das aus verschiedenen Getreidesorten, Kleie und etwas Salz bestand.

Das Stroh wurde durch Dachluken heruntergeworfen, was besonders den Kindern Spaß machte. Bei den Melkversuchen einiger mutiger Schüler blieb die Kuh "Maike" geduldig stehen. Schneller ging es bei "Max", ihrem kleinen Kälbchen, das seine Milchflasche im Nu geleert hatte.

Andreas Gruel erklärte den wissensdurstigen Besuchern, dass eine Biokuh etwa 20 Liter Milch pro Tag gibt. Das ist weniger als bei anderen Kühen, dafür leben seine Tiere meistens länger und brauchen keine Antibiotika. Die Milch vom Biobauernhof Gruel wird in Tübingen verarbeitet und kommt als Butter, Sahne und Käse wieder im Hofladen zum Verkauf.

Nach dem Besuch im Kuhstall fuhr die Klasse dann mit Traktor und Anhänger zu den Wiesen und Feldern. Hier erfuhren sie von Andreas Gruel, dass Äpfel und Kirschen nur mit natürlichen Mitteln gespritzt werden dürfen. Auch bei den Kartoffeln wird versucht, den Kartoffelkäferlarven mit biologischen Möglichkeiten zu Leibe zu rücken. Auf den Äckern muss jedes vierte Jahr Klee gesät werden, der mit dem Stickstoff aus der Luft den Boden fruchtbar macht. Erst dann kann man wieder Weizen, Kartoffeln oder andere Getreidearten anbauen.

Auch brachliegende Äcker werden eingesät, zum Beispiel mit der Ackerbohne. Sie sorgt dafür, dass es den Tieren im Boden gut geht. Auf einem Spaten Erde fanden die Schülerinnen und Schüler mehr als zehn Regenwürmer und viele andere Kleintiere. Andreas Gruel erklärte, dass von dieser dünnen Humusschicht unser Leben auf der Erde abhängt und dass sie deshalb nicht mit Spritz- und Düngemitteln verseucht werden sollte.

Zum Abschluss der Erkundungen auf dem Biobauernhof in Owen verwöhnte die Familie Gruel die interessierten Besucher noch mit leckerem Vollkornbrot, Wurst, Käse und Apfelsaft natürlich alles biologisch. Da waren alle überzeugt: Nicht nur Kühen, Regenwürmern und anderen Tieren geht es hier gut auch den Menschen schmeckt es.

Klasse 4b, Eduard-Mörike-Schule