Lokales

Zugefrorene Seen können lebensgefährlich sein

Endlich ist es so weit. Der Winter kehrt zurück. Minustemperaturen lassen die Wasseroberfläche unserer Seen und Teiche gefrieren. Märchenhafte Landschaften in Eis und Schnee erfreuen das Auge.

KREIS ESSLINGEN Die Natur lockt zu winterlichen Ausflügen in die Naherholungsgebiete. Aber: Vorsicht Lebensgefahr!

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Vor zwei Jahren ist in Wendlingen ein Familienvater bei der Rettung seines Kindes ertrunken. Zu Beginn des Jahres 2005 haben sich bereits mehrere Unfälle auf dem Eis ereignet. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Bezirk Esslingen empfiehlt zu Beginn der Frostperiode, mit dem Schlittschuhlaufen oder einem Eisspaziergang noch etwas zu warten. Die Lebensretter wissen: Die Idylle ist oft trügerisch. "Eis braucht Zeit um tragfähig zu sein! Mindestens 15 Zentimeter bei stehenden Gewässern, bei Bächen oder Flüssen sollte die Eisdecke sogar 20 Zentimeter betragen. Wir warnen ausdrücklich vor lebensgefährlichen Situationen auf und an vereisten Gewässern", so Bernhard Lohr, Pressesprecher der DLRG Bezirk Esslingen.

Zugefrorene und vereiste Gewässer im Landkreis Esslingen sind oft Gefahrenquellen für Schlittschuhläufer, spielende Kinder und Spaziergänger. Bricht die Eisdecke, so sollte man die wichtigsten Verhaltensregeln beherrschen. Aus diesem Grund hat die DLRG in ihrem Faltblatt "Sicherer im Wasser und auf dem Eis" beschrieben, wie man sich bei Eisunfällen verhalten sollte. Kindgerecht aufbereitete Eisregeln hält die DLRG auch auf ihrer Homepage im Internet unter der Adresse www.bez-esslingen.dlrg.de bereit.

Das Wichtigste vorab: Umsicht und Vorsicht sind unbedingt erforderlich. Einige Ratschläge der DLRG: Verdächtiges Knistern und Knacken muss jeden veranlassen, sich sofort flach auf die Eisdecke zu legen und vorsichtig in Bauchlage das rettende Ufer zu erreichen.Wer durch die Eisdecke durchgebrochen ist, muss versuchen, sich in Bauch- oder Rückenlage auf die feste Eisschicht zu schieben. Jede zusätzliche Bewegung ist zu vermeiden, um die gegen Kälte isolierende Luftschicht in der Kleidung sowie zwischen ihr und dem Körper zu erhalten. Vorsichtig versuchen, mit den Füßen die gegenüberliegende Eiskante zu erreichen, um sich wieder aufs Eis zu drücken.

Rettung eines Verunglückten: Der Retter muss versuchen, durch Zureichen von Kleidung, Ästen oder ähnlichen Gegenständen die Entfernung zwischen seiner sicheren Bauchlage auf der Eisdecke und der Unfallstelle mit dem Eingebrochenen zu überbrücken. Mit Hilfsmitteln, wie Bohlen, Brettern, Leitern oder Schlitten kann der Retter die Einbruchstelle sicherer erreichen.

Der Verunglückte muss nach der Rettung so rasch wie möglich von der feuchten Kleidung befreit werden. Die weitere Behandlung erfolgt nach den Regeln der Ersten Hilfe bei Kälteschäden.

In jedem Fall sollte der Wasserrettungsdienst der DLRG über die Rettungsleitstelle Esslingen alarmiert werden.

Tipps und Informationen zum Thema "Verhalten am und auf dem Eis" können bei der Geschäftsstelle des DLRG-Bezirk Esslingen, Telefon 07 11/44 00 96 10, jeder DLRG-Ortsgruppe oder auch im Internet unter www.bez-esslingen.dlrg.de (Eisregeln) abgerufen werden. Der Wasserrettungsdienst der DLRG ist rund um die Uhr unter der einheitlichen Rufnummer des Rettungsdienstes 19222 (ohne Vorwahl) erreichbar.

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