Lokales

Zukunft für junge Menschen in Südindien

Der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) ist auf dem Gallusmarkt am Montag, 6. November, wieder mit einem Stand in der unteren Marktstraße vertreten. Mit dem Erlös soll die berufliche Bildungsarbeit des CVJM (YMCA) Trivandrum in Südindien unterstützt werden.

KIRCHHEIM So widersprüchlich die Bilder und Informationen aus Indien sind, so vielschichtig ist die Wirklichkeit: Harmonie, Gesetze zum Schutz benachteiligter Gruppen, alte Traditionen des Respekts gegenüber allem, was lebt, auf der einen Seite, krasse soziale Gegensätze, die alltägliche Ausgrenzung von Armen sowie Gewalt und Menschenverachtung auf der anderen Seite. In Europa neigen Menschen dazu, nur das eine oder das andere zu sehen: ein romantisches, verklärtes Bild von Indien oder Bilder des Elends.

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Die indischen CVJMs kennen beide Seiten als Teil der eigenen Lebenswirklichkeit. So auch der YMCA Trivandrum in Südindien, mit dem der Kirchheimer Verein partnerschaftlich verbunden ist. Neben seinem umfangreichen Programm an Sport, außerschulischer Bildung und christlicher Verkündigung in der Metropole Keralas nimmt das diakonische Programm breiten Raum ein. Im Blickpunkt sind hier vor allem die Dorfbewohner des Umlands, oft Angehörige der niedrigsten Kasten oder Ureinwohner.

Und hier wiederum sind Frauen und Mädchen besonders benachteiligt. Im dörflichen Entwicklungszentrum "Vettinad" bietet der YMCA jungen Männern und Frauen Ausbildungsplätze in Lehrwerkstätten für Schreiner, Elektriker, Klempner und Schneiderinnen an. Seit vier Jahren gibt es auch Grundlagenkurse in der Arbeit mit Computern.

Beim letzten Partnerbesuch vor einem Jahr haben die Kirchheimer erneut von der Qualität der Werkstätten und ihrer Wirksamkeit gute Eindrücke mitgenommen. Hierin wird für den CVJM Kirchheim auch weiterhin der Schwerpunkt seiner finanziellen Unterstützung liegen. Zur Ausdehnung des Bildungsangebots auf die Berufe Radiomechaniker und Bürofachfrau sind Planungen im Gange. Das schließt weitere Baumaßnahmen ein, zu deren Kosten auch ein Beitrag aus Kirchheim erwartet wird.

sp