Lokales

Zum Baumwipfelpfad

Deutschlands erster Baumwipfelpfad war die Attraktion eines Ausflugs, zu dem der Kirchheimer Gesangverein Eintracht aufbrach. Am Nachmittag wurde Wissembourg, die Stadt des Gugelhupfs, aufgesucht.

KIRCHHEIM Als sich am frühen Morgen mehr als hundert Teilnehmer auf die Reise machten, vergoss der Himmel ein paar Tränen. Diese trockneten jedoch schnell und waren bei Erreichen des ersten Tageszieles längst vergessen.

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Die Stadt Fischbach bei Dahn, im mittleren Sauertal inmitten des Naturparks Pfälzerwald und Biosphärenreservates Pfälzerwald/Nordvogesen gelegen, zeigte sich schon zur Frühstückszeit in bester Wetterlaune. Hier erkundeten die Sängerinnen und Sänger der Eintracht den in Deutschland einzigartigen Baumwipfelpfad. Jung und Alt erklommen den luftigen und teilweise schwankenden Lehrpfad, der im Zickzackkurs in 18 m Höhe zu den Wipfeln des Pfälzerwaldes und zur 35 m hohen Aussichtsplattform führt. Dort erwartete die mutigen Wanderer ein faszinierender Ausblick auf den Pfälzerwald. Für den Weg nach unten wählten auch viele der älteren Mitreisenden die 40 m lange Baumrutsche und manchen machte es so viel Spaß, dass sie den Weg mehrmals zurücklegten.

Das Richtige für Wissensdurstige war das Biosphärenhaus. In der einmaligen Ausstellung über die Natur, mit vielen Mitmachstationen, konnte man zum Beispiel die Welt durch die Augen einer Spinne ansehen oder eigenhändig Strom erzeugen. Singend verabschiedete sich der Gemischte Chor sowie der Junge Chor Happy Voices von diesem schönen Ort.

Das nächste Ziel war die nördlichste Stadt im Elsass, direkt an der deutschen Grenze gelegen, Wissembourg oder auch Weißenburg. Diese Stadt entwickelte sich aus einer stetig wachsenden Ansiedlung um ein im 7. Jahrhundert gegründetes Kloster. Die Altstadt ist heute noch teilweise von der alten Stadtbefestigung umschlossen und bietet viele Sehenswürdigkeiten. Besonders sehenswert ist die gotische Abteikirche mit einem romanischen Glockenturm. Im Inneren befinden sich bemerkenswerte Glasfenster und Wandmalereien aus dem 14./15. Jahrhundert. Vom alten Kloster Weißenburg ist lediglich ein unvollendeter gotischer Kreuzgang übriggeblieben.

Wer genug gesehen hatte, oder des Laufens müde geworden war, stärkte sich mit Elsässer Flammkuchen oder einem Stück Gugelhupf, beides typische Spezialitäten für diese Region. Mit Gesang verabschiedeten sich die Kirchheimer von der Stadt Wissembourg, die in ihrer langen Geschichte mal zu Deutschland und mal zu Frankreich gehörte.

Nahe der Heimat gab es einen letzten Aufenthalt und mit einem guten Abendessen klang ein wunderschöner Tag aus. Monika Renz, die Vorsitzende der Eintracht, sprach allen aus dem Herzen, als sie ihrem Stellvertreter und Vergnügungswart des Vereins, Herbert Attinger, für die hervorragende Organisation dieses Ausflugs und die Auswahl der Ziele dankte. Ein abschließendes Ständchen des Jungen Chores galt allen, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen hatten.

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