Lokales

Zum Frühstück beim Bankdirektor

Unlängst besuchte die 10. Klasse der Werkrealschule in Jesingen den Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, der an diesem Tag in der Hauptstelle in Kirchheim zu tun hatte, um bei einem gemütlichem Frühstück Zahlen, Daten und Fakten über das Geldinstitut in Erfahrung zu bringen und um sich über die Ausbildungsmöglichkeiten in der Kreissparkasse zu informieren.

KIRCHHEIM Nach einleitenden Worten von Dietmar Ederle, dem Regionalbereichsleiter der Kreissparkasse, stellte sich Franz Scholz, der

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(O:21070320.JP_Vorsitzende des Vorstands, vor. Er erzählte aus seiner Schulzeit und schilderte seinen Werdegang. Franz Scholz hatte seine Ausbildung bei der Kreissparkasse des Zollern-Alb-Kreises begonnen. Später studierte er dann an der Sparkassenakademie in Bonn, wo er sein Studium als diplomierter Sparkassenbetriebswirt abschloss. Anschließend arbeitete er fünf Jahre in der Landesbank Baden-Württemberg in Stuttgart. Seit vier Jahren ist er Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen.

Zum Erstaunen aller anwesenden Schülerinnen und Schüler aus Jesingen, die ja in diesen Wochen auch regelmäßig den Teckboten lesen, erzählte Franz Scholz, dass er jeden Morgen acht Zeitungen in kurzer Zeit durchschaue. Besonders wichtig für ihn seien neben dem Teckboten auch die anderen Lokalzeitungen im Kreis Esslingen sowie die Börsen-Zeitung.

Danach ging Franz Scholz über zu den allgemeinen Zahlen, Daten und Fakten die Kreissparkasse im Raum Esslingen betreffend. Das Geldinstitut beschäftigt im Landkreis insgesamt rund 1 700 Mitarbeiter. Dazu zählen auch über fünfzig Mitarbeiter im telefonischen Kunden-Service, die Aufträge via Telefon entgegennehmen. Diese führen jährlich etwa 500 000 Telefongespräche, was pro Tag fast 1 400 Anrufe bedeutet. Bei der Kreissparkasse werden über 190 000 Privatgirokonten geführt. Davon ist rund ein Drittel für das Online-Banking freigeschalten.

Unter der großen Mitarbeiterschar befinden sich rund 130 Auszubildende, wobei Franz Scholz beim nächsten wichtigen Thema für die Schülerinnen und Schüler angekommen war. Um bei der Kreissparkasse eine Lehrstelle zu bekommen, sollte man mindestens einen mittleren Bildungsabschluss haben. Besonderes Augenmerk wird auf die Noten Verhalten und Mitarbeit gelegt. Da erwarte die Kreissparkasse mindestens die Note zwei, betonte Franz Scholz. Beim Thema "Pünktlichkeit" waren sich alle einig besonders im Hinblick auf zwei Schüler der Klasse, die fast eine Stunde zu spät kamen: Nicht nur im Privatleben, sondern auch im Berufsleben ist Pünktlichkeit sehr wichtig.

Jedes Jahr stellt die Kreissparkasse rund fünfzig neue Auszubildende ein. Auf diese Lehrstellen bewerben sich in der Regel bis zu 600 Schülerinnen und Schüler. Die Frage nach der Bezahlung im ersten Lehrjahr interessierte die Schüler natürlich auch brennend. Die Vergütung im ersten Lehrjahr betrage zwischen 600 und 700 Euro, erklärte Franz Scholz, um so den Beweis anzutreten, dass er sich nicht nur bei Zahlen in Millionenhöhe auskennt. Überhaupt lege die Kreissparkasse nicht nur Wert auf Großanleger, sondern auch auf den kleinen Schüler, der gerade erst sein Sparschwein geschlachtet habe.

Als kleines Dankeschön für den kurzweiligen und aufschlussreichen Vormittag überreichte Jennifer Mögerle als Klassensprecherin das seltene, weil seit langem vergriffene Heimatbuch der Ortschaft Jesingen. Und seither träumen etliche Jesinger Zehntklässler von einem Ausbildungsplatz bei der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen.

Klasse 10

Werkrealschule Jesingen