Lokales

Zuviel Schrott auf der Autobahn

ACE warnt vor erhöhter Unfallgefahr durch verlorene Ladung

Der Kreisvorstand des ACE Auto Club Europa, Sektion Göppingen-Esslingen, hat angeprangert, dass sich auf den Autobahnen in Deutschland das Unfallrisiko wegen verlorener Gegenstände besorgniserregend erhöht habe und sieht Handlungsbedarf.

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Zell. „Nicht nur Autoteile und Fahrzeugzubehör wie Radkappen und Kotflügel beherrschen die Meldungen im Verkehrsfunk, sondern auch Fahrräder, Möbelstücke, Werkzeuge, Fässer und Stahlstangen gefährden häufig die Verkehrsteilnehmer“, monierte der ACE-Kreisvorsitzende Harald Kraus, Eislingen. Der ACE sieht wachsenden Handlungsbedarf auf dem Gebiet der Ladungssicherung. „Es gibt nichts, was es nicht gibt und auf den Autobahnen herumliegt“, fügte Vorstandsmitglied Peter Retzbach hinzu. Sofas, Möbel, Teppiche sowie Stahl-, Holz- und Plastikprodukte aller Art verwandelten die Au­tobahnen in ein gefährliches Terrain. Der ACE appelliert an die Kraftfahrer, im neuen Jahr verstärkt auf eine zuverlässige Sicherung der Ladung zu achten und damit Rücksicht auf die anderen Verkehrsteilnehmer zu nehmen.

Die Statistik beweise, dass jährlich rund 8 000 Tonnen Schrott auf den Autobahnen verloren werden. Damit könnte man, so Harald Kraus, 15 Güterzüge beladen, die eine Kolonne von zehn Kilometern bilden würden. „Ein vom Autodach heruntergefallenes Sofa wird bei Tempo 130 zur akuten Lebensgefahr“, betonte der ACE-Mann. Die Straßenwärter müssten dann unter Einsatz ihres Lebens die Gegenstände wieder von der Straße räumen.

„In der Weihnachts- oder Winterzeit sind es Skier oder Weihnachtsbäume, im Sommer Zeltplanen oder Kanus, die nicht ordnungsgemäß gesi­chert werden und zum tödlichen Hindernis oder Geschoss werden“, betonten Uwe und Matthias Welchner vom ACE-Kreisvorstand. Er rät, nach Möglichkeit nicht mit den Rädern über große Gegenstände zu fahren, sondern wenn möglich, zu versuchen, sie mittig zu passieren. Es sei nicht nur in diesem Zusammenhang ratsam, so der ACE-Kreis Göppingen-Esslingen, immer vorausschauend zu fahren, ausreichend Abstand zu halten und im Ernstfall die anderen Verkehrsteilnehmer zu warnen.

„Die Strafen für ungesicherte Ladung sind nicht von Pappe. Ein Bußgeld bis 75 Euro und drei Punkte in Flensburg sind fällig – auch wenn nichts passiert“, lautete der warnende Hinweis des ACE-Regionalbeauftragten Reinhard Mohr zum Abschluss der Sitzung. pm