Lokales

Zwei Bauabschnitte sind nun problemlos möglich

Altersgerechte betreute Wohnanlage in Oberlenningen die Zweite: Das beauftragte Architekturbüro hat nun seinen zweiten, überarbeiteten Entwurf vorgelegt. Dieser ist zwar für die Gemeinde noch nicht bindend, kommt den Vorstellungen von Gemeinderat und Verwaltung aber näher.

IRIS HÄFNER

Anzeige

LENNINGEN Einiges musste nach der ersten Präsentation im Oktober vergangenen Jahres im Gemeinderat verbessert werden. Die Hausaufgaben haben nun Planer und Investor in einem ersten Schritt getan.

Die Verzahnung mit dem Ort hat sie beschäftigt, ebenso die Aufgabenstellung, wie der zweite Bauabschnitt gehandhabt wird, ohne sich damit für die Zukunft mögliche andere Projekte zu verbauen. Nach der Überarbeitung ist nun ein sauberer Schnitt zwischen östlichem und westlichem Grundstücksteil möglich, zumal jetzt schon feststeht, dass zunächst nur der erste Bauabschnitt im größeren, östlichen Bereich realisiert werden soll. Sollte es entgegen der Planung zu keinem zweiten Bauabschnit der barrierefreien und altersgerechten betreuten Wohnanlage zwischen Rathaus und Gemeindehaus kommen, könnte ein eigenständiges Gebäude ohne Baulast entstehen. Lenningens Bürgermeister Schlecht erinnerte in diesem Zusammenhang an die mögliche Erweiterung des Rathauses.

Der Architekt hat sich beispielsweise Gedanken gemacht, ob und wo die Diakoniestation möglicherweise untergebracht werden kann. Er erläuterte die Schwierigkeit der Topografie wegen der Hanglage des großen, innerörtlichen Geländes. Der Höhensprung beträgt 2,70 Meter, was einem Geschoss entspreche. Insgesamt sollen zwischen 16 und 19 Wohnungen entstehen, ursprünglich waren bis zu 21 Einheiten geplant. Oberirdisch können nach derzeitigem Planungsstand 14 oder 15 Stellplätze entstehen. Unter dem Gebäude, das in einem möglichen zweiten Bauabschnitt entstehen soll, könnte es eine Tiefgarage mit bis zu 18 Plätzen geben. Allerdings hätte die Rampe eine Steigung von 18 Prozent, was relativ steil ist.

Die Planungen sehen eine Art L-Form des Baukörpers vor. Mit dem zweiten Abschnitt würde ein grobes U entstehen, dessen Innenhof zum Gemeindehaus hin offen ist. Erstellt werden soll ein zweigeschossiges Gebäude, das jedoch wegen der Topgrafie teilweise dreigeschossig ist.

Für Michael Schlecht ist wichtig, dass der zweite Bauabschnitt bei mangelnder Nachfrage an betreuten Wohnungen anderweitig genutzt werden kann, was nun möglich ist. Die derzeitige Vorplanung findet Dieter Beuttel gelungen, fragte jedoch nach einem größerem Aufzug. Da betreute Wohnungen ohnehin teurer als übliche Wohnblöcke seien, steht für den Bauherrn die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Die Kosten dürften nicht überzogen werden, weshalb ein normaler Aufzug genüge. Nach Ansicht von Karl Boßler entsteht ein "majestätisches Gebäude", will heißen, er macht sich Sorgen, ob die Dimension nicht zu groß ist. Dem widersprach der Architekt jedoch, die drei Geschosse würden maximal neun Meter hoch werden, was eine durchaus übliche Größe in Lenningen sei.

Georg Zwingmann störte sich an den "Erschließungswegen", sprich den Laubengängen, ebenso dass keine Zahlen bezüglich der Kosten genannt wurden. Da sich für den ersten Bauabschnitt die Investitionssumme kaum verändere, bleibt sie wie im Oktober geplant bei rund 3,1 Millionen Euro. Die Laubengänge hätten heutzutage ein weitaus attraktiveres Aussehen als in den 50er-Jahren, warb der Investor für diese Form des Baustils. Ein Hallenbau sei in diesem Fall nicht ideal, zu sehr würde dies an eine Hotelhalle erinnern und zudem hätten die einzelnen Wohnungen mehr Licht und Luft.

Für Michael Schlecht ist nun klar, dass auf dieser Grundlage die Planung fortgeführt werden kann. Auch der Gemeinderat schloss sich dieser Auffassung an und stimmte der grundsätzlichen Planung zu. Außerdem wurde in diesem Zusammenhang die fünfte Änderung des Bebauungsplans "Brunnensteige", an die das neue Gebäude stößt, beschlossen.