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Zweijahresvertrag für Rentschler?

Das war's! Zu einem Trip zum FC Wangen wird es für den VfL Kirchheim in der nächsten Saison definitiv nicht kommen. Das Team aus dm Allgäu muss am Saisonende in die Landesliga absteigen.

WANGEN Dabei ist so ein Tagesausflug nach Wangen mit seinem urigen Altstadtkern allemal lohnenswert. In Wangen steht auch das dem Württembergischen Fußballverband (WFV) gehörende Sporthotel "Haus Waltersbühl". In dieser Herberge mit seinen komfortablen Einrichtungen logiert während der Fußball-Weltmeisterschaft die Nationalmannschaft aus Togo.

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Am Wochenende fand dort eine Tagung der Verbandsfunktionäre statt. So hatte Karl Wieland, der Vorsitzende des Bezirks Neckar-Fils, die Gelegenheit, das Spiel des VfL beim FC Wangen zu beobachten. Direkt neben dem Haus Waltersbühl liegt auch der (neu verlegte) Kunstrasenplatz, auf dem das Spiel ausgetragen wurde. VfL-Trainer Michael Rentschler: "Der Platz ist okay, aber bei diesen Temperaturen ist ein Kunstrasenmatch ungewöhnlich." Im Dezember 1984 zu Zeiten Rudi Kauers haben die Kirchheimer schon einmal auf diesem Gelände gespielt. Seinerzeit allerdings noch auf roter Asche. Da verlor der VfL mit Roland Hirsch, "Didi" Weil und den Brüdern Uwe Köber und Jochen Köber 0:4.

Peter Aillinger ist beim FC Wangen der Mann für alle Fälle. Der Geschäftsführer und Manager des Clubs mit 750 Mitgliedern hat nach zwei Trainerwechseln innerhalb weniger Monate jetzt auch noch das Kommando als Coach übernommen. Doch die Talfahrt war nicht aufzuhalten. Der 63-jährige Lehrer kennt die Hintergründe der verkorksten Saison: Im letzten Jahr feierte der FC sein 100-jähriges Jubiläum mit dem "Jahrhundertspiel" gegen den FC Bayern München. Ailinger: "Dieses Spiel war für uns finanziell überlebensnotwendig." Dabei wurde die Vorbereitung auf die neue Saison offenbar stark vernachlässigt.

Dieser Kelch ist am VfL nun endgültig vorübergegangen. Mit 41 Punkten ist der Klassenerhalt gesichert. Noch immer sind die Kirchheimer ungeschlagen in diesem Jahr, holten in neun Spielen nun 25 Punkte. Der sportliche Leiter Norbert Krumm: "Das ist sensationell." Jetzt können Trainer und Funktionäre planen. Krumm: "Bis Ende des Monats läuft die Option für die Spieler ab." Mit Michael Heilemann hat der sportliche Leiter auf der Rückfahrt von Wangen schon mal gesprochen. Und die Chancen stehen demnach für den VfL nicht schlecht, dass der 22-Jährige auch in der neuen Saison an der Jesinger Allee bleibt.

Mit Trainer Rentschler soll, so Krumm, überdies ein Zweijahresvertrag abgeschlossen werden: "Wir wollen mit ihm weiter kontinuierlich zusammenarbeiten." Schließlich könnte in (naher) Zukunft unter der Teck ja auch wieder die Oberliga ein Thema werden.

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