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Zweimal auswärts: Abstiegsplatz droht

Für den VfL Kirchheim stehen in der Fußball-Verbandsliga in den nächsten acht Tagen zwei Auswärtsspiele auf dem Programm. Am morgigen Samstag (14.30 Uhr) geht es zur SpVgg Au, eine Woche später sind die Blauen bei der TSG Balingen zu Gast.

KLAUS-DIETER LEIB

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KIRCHHEIM Beide 90-Minuten-Jobs werden bestimmt keine leichte Aufgaben für den VfL. "Wir sind in beiden Spielen in der Außenseiterrolle. Was aber nicht unbedingt ein Nachteil sein muss", sagt VfL-Trainer Michael Rentschler.

Gerade bei Oberliga-Absteiger SpVgg Au dürfte es sehr schwer werden für die VfL-Truppe. Dies unterstreicht ein Blick auf die imponierende Heimbilanz der Gastgeber: Nach der unglücklichen 1:2-Auftaktniederlage gegen die TSF Ditzingen ("da war die Mannschaft übernervös", Abteilungsleiter Walter Oßwald) folgten vier Zu-Null-Siege in Folge (1:0 FV Illertissen, 6:0 TuS Metzingen, 2:0 SG Schorndorf, 4:0 TSV Schwieberdingen). "Wir sind im Moment in einer sehr guten Form, auch wenn das letzte Spiel in Balingen verloren ging", sagt der Auer Abteilungsleiter.

Im Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf übt Oßwald auf die Mannschaft keinerlei Druck aus: "Wir haben uns für diese Runde nur zum Ziel gesetzt, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben wollen", sagt er. Vom Gelingen ist er im Übrigen absolut überzeugt.

"Nach fünf Jahren in der Oberliga ist es für die recht junge Mannschaft, gespickt mit einigen Bezirksligaspielern, vor allem wichtig, Erfahrung zu sammeln", glaubt er. Nachdem inzwischen gut ein Saisondrittel in der Verbandsliga absolviert ist, steht der Oberliga-Absteiger auf dem vierten Tabellenplatz. Der Abstand zu Spitzenreiter FV Olympia Laupheim beträgt schon zehn Punkte. Was Oßwald aber nicht besonders stört: "Der Wiederaufstieg ist für uns kein Thema."

Auf der Gegenseite ist VfL-Trainer Michael Rentschler mit dem bisher Erreichten nicht unzufrieden. Kirchheim steht mit 13 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz, mit etwas mehr Glück hätten es einige Punkte mehr sein können. Was auch der VfL-Übungsleiter schade findet: "Bei vier Punkten mehr könnten wir den schweren Spielen bis zur Winterpause etwas gelassener entgegen sehen." Rentschler denkt vor allem an die Spiele gegen den FV 08 Rottweil (0:0/"da waren wir über 90 Minuten die klar überlegene Elf") und in Schwieberdingen (1:2). Im letzten Spiel gegen den FC Wangen (4:4) wollte die Mannschaft unbedingt gewinnen, deshalb verzeiht Rentschler auch den einen oder anderen Fehler. "Wenn man sich so viel vorgenommen hat, klappt nicht immer alles."

Rentschler sieht den kommenden Aufgaben gelassen entgegen. "Die sehe ich als Herausforderung für mein Team an. Wir haben keinerlei Druck. Die Favoritenrolle liegt beim Gegner." Ob dies reichen wird, um in Au einen Punkt zu gewinnen: abwarten. In der jetzigen Situation wäre ein VfL-Erfolgserlebnis aber sehr wichtig: Ein Abstiegsplatz droht.