Recycling & Entsorgung
Keine Fremdstoffe im Altglascontainer

Damit der Kreislauf gut funktioniert

Damit der Kreislauf gut funktioniert, ist es aber wichtig, dass keine Fremdstoffe im Altglascontainer landen und dass richtig nach Farben sortiert wird. Foto: VZ NRW/adpic

ots. Altglas kann immer wieder eingeschmolzen und zur Herstellung neuer Glasverpackungen genutzt werden. Das Recycling spart Rohstoffe und viel Energie, denn Altglasscherben schmelzen bei niedrigeren Temperaturen als der Quarzsand, aus dem neues Glas hauptsächlich besteht.

Damit der Kreislauf gut funktioniert, ist es aber wichtig, dass keine Fremdstoffe im Altglascontainer landen und dass richtig nach Farben sortiert wird. Kristallglas, Glasvasen, Fensterscheiben oder Glasschalen für den Ofen haben eine andere Zusammensetzung als Getränkeflaschen oder Konservengläser und stören den Recyclingprozess, ebenso Keramik oder Porzellanscherben. Um durchsichtiges Behälterglas (Klarglas) herzustellen, ist zudem eine hohe Farbreinheit (99,7 Prozent bei einem Altglasanteil von 50 Prozent) erforderlich, erläutert das Umweltbundesamt. Schon wenige grüne, blaue oder braune Scherben können Weißglas verfärben. Es ist dann für Neuproduktion klarer Behältnisse nicht mehr verwendbar.

Blaue Flaschen und Behältergläser in anderen Farben, die nicht eindeutig zu Weiß-, Braun- oder Grünglas zugeordnet werden können, gehören in den Grünglascontainer. Denn Grünglas verträgt am ehesten Fehlfarben. „Beim Entleeren der Container werden die verschiedenen Glasfarben also keinesfalls zusammengeworfen, wie mancher denken mag“, erläutert Philip Heldt, Umweltexperte der Verbraucherzentrale NRW.