Basketball

Knights verpatzen die Heim-Premiere

Basketball Zweites Spiel, zweite Niederlage: Die Kirchheimer verlieren in der Pro A vor heimischem Publikum gegen die Gladiators Trier deutlich mit 76:92.

Nichts zu holen: Die Gäste aus Trier waren für die Kirchheim Knights um den 27-jährigen Brian Butler (am Ball) eine Nummer zu gr
Nichts zu holen: Die Gäste aus Trier waren für die Kirchheim Knights um den 27-jährigen Brian Butler (am Ball) eine Nummer zu groß. Foto: Tanja Spindler

Auch in der heimischen Sporthalle Stadtmitte will der Knoten für die Kirchheim Knights in der 2. Basketball-Bundesliga noch nicht platzen. Im zweiten Saisonspiel setzte es gegen eine abgezockte Trierer Mannschaft die zweite Niederlage. Ein überragender Jermaine Bucknor, der 26 Punkte und 13 Rebounds erzielte, war für die Ritter-Defensive beim 76:92 (36:48) letztlich zu viel.

Verzichten mussten die Knights auf Andi Nicklaus, der mit Rückenproblemen ausfiel. Wieder in den Kader zurück kehrte hingegen Routinier Andi Kronhardt. Knights-Trainer Parra vertraute der „Starting Five“ aus Keith Rendleman, Tim Koch, Kevin Wohlrath, Jalan McCloud und Till Pape. Diese zeigte sich zunächst vor allem defensiv stabil. Einzig aus der Distanz strahlten die Trierer Gefahr aus - doch dafür saß beinahe jeder Schuss. Egal ob frei oder eng verteidigt, die Gäste verwandelten eiskalt. Die Zone jedoch gehörte den Kirchheimern, dort konnten die Hausherren einzelne Nadelstiche setzen. Triers US-Guard Jordan Geist sorgte mit acht Zählern für die erste Trierer Führung, doch kurz vor dem Ende des ersten Viertels waren die Ritter wieder dran. Mit einer knappen Gäs­te-Führung von 19:17 ging es in den zweiten Abschnitt. Bucknor und Geist erhöhten die Schlagzahl und trafen für die Gladiators weiterhin sicher aus der Distanz.

Besonders bitter aus Kirchheimer Sicht waren die Treffer, die aus Offensivrebounds der Trierer entstanden. Teilweise verteidigten die Gastgeber gut, doch verloren das anschließende Rebound-Duell. Die Trierer fackelten nicht lange und nutzten oft die erste Option zum erneuten Drei-Punkte-Wurf.

Aufholjagd kostet Kraft

In der eigenen Offensive fehlte den Knights hingegen das Zielwasser. So ging es mit einem 36:48-Zwischenstand in die Halbzeit. Und es sollte noch deutlicher kommen: Immer wieder setzten die glänzend aufgelegten Bucknor und Geist die Kirchheimer Defensive vor Herausforderungen und der Trierer Vorsprung erhöhte sich im dritten Viertel auf über 20 Zähler. Die Ritter gaben jedoch nicht auf, kämpften verbissen und bekamen nun sogar etwas Unterstützung der Trierer. Zunächst foulte Center Till Gloger und bekam anschließend ein technisches Foul - sein fünftes und somit das Spiel­ende. Nur wenige Minuten später ließ sich Geist, der zu diesem Zeitpunkt bereits 23 Punkte gesammelt hatte, zu einem disqualifizierenden Foul hinreißen und musste das Spiel ebenfalls verlassen. Die Ritter witterten nun ihre Chance: Angefeuert vom Publikum schmolz der Vorsprung auf zehn Punkte. Doch dann machten die Teckstädter zweimal in Folge spielentscheidende Fehler. Ein Offensivfoul und ein Ballverlust später war es erneut Bucknor, der der schwäbischen Aufholjagd ein jähes Ende setzte.

„Die Aufholjagd war lobenswert, hat uns aber auch Energie gekostet, die dann am Ende gefehlt hat um den entscheidenden Schritt zum Comeback zu gehen“, resümierte Knights-Coach Mauricio Parra. Für die bislang punktlosen Teckstädter geht es nun am kommenden Wochenende nach Leverkusen. cs

 

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