Basketball

Stehaufmännchen bescheren den Fans ein Happy End

Basketball Der VfL feiert beim 89:84 gegen die TSG Heilbronn einen hart erkämpften Oberligaheimsieg.

Gestrauchelt, aber nicht gestürzt: Constantin Munz und der VfL. Foto: Markus Brändli
Gestrauchelt, aber nicht gestürzt: Constantin Munz und der VfL. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Das nennt man wohl „sich durchgekämpft“ - obwohl die Oberliga-Basketballer des VfL Kirchheim gegen den TSG Heilbronn fast immer zurückgelegen hatten, drehten sie in den letzten vier Minuten das Spiel und gewannen 89:84. Gut 100 Zuschauer in der Sporthalle Stadtmitte gingen hinterher zufrieden nach Hause. Waren sie doch bestens unterhalten worden von einem Oberligaspiel auf gehobenem Niveau, mit vielen sehenswerten Aktionen, ganz viel Spannung und einem ausreichend dramatischen Happy End für die Heimmannschaft.

Danach hatte es lange nicht ausgesehen. Nach einem optimalen Start für den VfL (5:0), der wieder von Labinot Haziri gecoacht wurde, übernahmen die Gäste das Kommando. Sie wirkten aggressiver, dynamischer, pfiffiger. Das 10:17 (7.) konterte noch Cons­tantin Munz, der nach einer verpassten Trainingswoche erstmals nicht in der ersten Fünf stand, zum 15:17 (8.).

Doch diese Mini-Aufholjagd sollte die Blaupause für den Großteil des Spiels bleiben: Kirchheim bekam einfach keinen größeren Lauf zustande, immer wieder punkteten die Heilbronner und setzten sich ab. Aber nie entscheidend, weil der VfL jeden Rückschlag mit noch mehr Engagement beantwortete und eine gute Mischung zwischen Inside-Spiel und Fernwürfen zustande brachte: Elf Dreier sind Standard für dieses Team, auch wenn es lange dauerte, bis die Schützen ihr Visier richtig eingestellt hatten: Bis zur 15. Minute gab es nur zwei Einschläge. Aber die 44 Punkte der drei Großen sprechen eine deutliche Sprache.

Trotzdem stand es vier Minuten vor Schluss 75:82, als mehrere Faktoren dem VfL in die Hände spielten. Zum einen hatte sich Heilbronns Bester, Center Schmitz, nach seinem fünften Foul verabschiedet. Gleichzeitig verlor die TSG ihre Linie und begann zu zocken. Außerdem steigerte der VfL sein Niveau. Vier Freiwürfe von Kapitän Tim Auerbach, ein Dreier von Munz und ein Korb von Andi Nicklaus brachten das 84:84. Die entscheidende Szene schilderte Nicklaus hinterher so: „Die Guards rufen immer nach dem Ball, wenn wir unter dem Korb arbeiten. Da dachte ich, jetzt ist es an der Zeit, den Ball mal rauszukicken.“ Er fand Mirsad Haziri, der im elften Versuch seinen dritten Dreier zum 87:84 verwandelte, dem noch zwei Punkte folgten. ut

So spielten sie
VfL Kirchheim: J. Auerbach, T. Auerbach (25/5), Engonidis, M. Haziri (9/3), Munz (19/2), Nicklaus (19), Palmieri (7), Schmauder (3/1), Schmidt, Wanzke (1), Weßelborg (6)

Anzeige