Basketball

Visier verstellt, Spiel verloren

Basketball Der VfL kommt bei Oberligaprimus Urspring zu spät auf Touren und hat mit 67:83 das Nachsehen.

Schelklingen. Wie erwartet hatten die Oberligabasketballer des VfL Kirchheim bei Tabellenführer Team Urspring einen schweren Stand. Durch einen verschlafenen Start und wenig Treffsicherheit von draußen gab’s eine 67:83-Niederlage.

Ohne Chris Schmidt (Urlaub) und Kiri Engonidis (beruflich verhindert), dafür aber wieder mit Erik Weßelborg, war der VfL in der Urspringschule angetreten - oder trat nicht so richtig an, denn nach sieben Minuten stand es 4:20, und das Spiel war fast vorbei ehe es so richtig begonnen hatte. Obwohl das Team von Interims-Coach Labinot Haziri vor der besten Liga-Abwehr gewarnt war, zeigte sie sich doch überrumpelt von der Stärke und Aggressivität der jungen Urspringer, was sich auch unter dem eigenen Korb zeigte: Zehn Offensiv-Rebounds in diesen ersten Minuten gaben der Heimmannschaft immer wieder zweite und dritte und vierte Wurfgelegenheiten. Mit einem einzigen Feldkorb durch Andi Nicklaus und acht Freiwurf-Punkten ging’s mit 10:28 in die Pause.

Von draußen will nichts fallen

Und die Fahrkarten wurden nicht weniger Die Mannschaft, die mit 11,1 erfolgreichen Drei-Punkt-Würfen pro Spiel die Oberliga einsam anführt, brachte einfach keinen Wurf von ganz weit draußen unter. Im zweiten Viertel klappte zwar die eigene Defensive deutlich besser, beim 22:36 (17.) keimte sogar ein bisschen Hoffnung auf. Doch die Gastgeber beendeten die Hälfte mit einem 9:2-Lauf und hatten ihren Vorsprung noch ausgebaut - 24:45.

Es dauerte dann tatsächlich bis zur 29. Minute, bevor der allererste Dreier sein Ziel fand: Tim Schmauder verkürzte auf 41:68. Der VfL kam danach zwar etwas heran, doch der Durchbruch wollte nicht gelingen. Erst in der 38. Minute gab’s einen kleinen Lauf: Andi Nicklaus und Tim Auerbach verkürzten auf 61:71, erneut wurde Auerbach an der Dreierlinie freigespielt - doch sein Gegenspieler traf ihn mit der Hand mitten im Gesicht - und die Schiedsrichter verpassten das durch schlechtes Stellungsspiel. Fünf Punkte der Urspringer zum 61:76 (39.) machten den Sack zu, und in der Schlussminute gab’s noch reichlich Freiwürfe, die aus dem 67:76 noch das 67:83-Endergebnis machten.

Das Fazit von Kirchheims Abteilungsleiter Marco Wanzke: „Wenn wir von der ersten Sekunde an so spielen wie in der zweiten Hälfte, dann gewinnen wir. Oder wenn’s ein fünftes Viertel gegeben hätte. ut

So spielten sie

VfL Kirchheim: J. Auerbach, T.Auerbach (8/2), M. Haziri (8/1), Munz (22), Nicklaus (15), Palmieri, Schmauder (7/2), Wanzke, Weßelborg (7)

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